aus trauer wird gezielte recherche


ich bin traurig.
daß ein fähiger junger programmierer der sicherheitslücken aufzeigt und vielleicht ein bißchen aus der bahn geraten ist, ein bißchen zocken wollte (?), sterben mußte.

das ist ein ganz exemplarischer fall

zum tod von matthias L.

was ich oberflächlich davon mitbekomme nachdem es heute 2.11.2009 im münchner merkur war (3 tage später….???)

suizid-screening
aufnahmebogen

haftschock

fortbildungsprogramme für das vollzugspersonal zur suizidprophylaxe sogar kurz vor der zeit wo Matthias L. in haft war

unauffällig
erkennen von suizidgefährdung (mimik, gestik, ähnlich kapitel „wahrnehmen und beobachten“ im pflegehelferkursbuch?)
erkennen ähnlich diagnose ?
studiVZ
erpressung
datenschutz/datenhändler/datensammler/datendiebstahlthematik wieder wie schon ausführlichst
in meinem alten blog drüber rumphilosophiert und geschrieben bis hin zu „gedanken gehören niemandem“
codecs, common licenses, copyleft
sicherheitslücken
selbergeschriebener crawler
übersteigertes selbstempfinden als symptom für suizidgefährdung???…

U-haft

plötzensee-berlin

das für mich momentan relevanteste :seit vielen jahren nicht richtig „funktionierende“ suizidprophylaxe

zitat:
„Nach bisherigen Erkenntnissen werden ein Fremdverschulden und ein Unfall ausgeschlossen. Hätte der Freitod des jungen Mannes verhindert werden können? Die Berliner Justiz sieht sich nicht in der Schuld. „Der Inhaftierte hat sich völlig unauffällig benommen“, sagt der Sprecher der Justizverwaltung, Bernhard Schodrowski. Suizidabsichten seien nicht zu erkennen gewesen, andernfalls wären entsprechende Maßnahmen zu seinem Schutz getroffen worden, so der Sprecher. „Wir nehmen das Thema Suizid sehr ernst.“

Noch vergangenen Freitag diskutieren Fachleute im Rahmen einer Arbeitstagung in der Senatsverwaltung für Justiz über Wege und Möglichkeiten, Selbsttötungen in der Haft zu verhindern und geeignete Hilfe für Suizidgefährdete anzubieten. In der Bundesarbeitsgruppe sind Mitarbeiter des Justizvollzuges aller Länder vertreten. Ein besonderes Augenmerk legen die Experten dabei auf das Aufnahmeverfahren in den Vollzugsanstalten. Erfahrungsgemäß ist für die neuen Insassen die erste Zeit in der Haft eine besonders kritische Phase. Experten sprechen hier von einem „Haftschock“.

Inwiefern dieser im aktuellen Fall eine Rolle spielte, ist nicht bekannt. Fest steht, dass sich solch tragische Ereignisse nur schwer vermeiden lassen. Wer aus dem Leben scheiden will, wird einen Weg finden. Auch wenn ihm zuvor mögliche „Tatwerkzeuge“ wie Gürtel und Schnürsenkel abgenommen wurden.

In den Berliner Justizvollzugsanstalten gibt es zudem eine Vielzahl von Beratungsangeboten, um suizidgefährdete Häftlinge sachgerecht zu betreuen. Für das Vollzugspersonal gibt es regelmäßig Fortbildungsprogramme zur Suizidprophylaxe.“

8. Tagung der Bundesarbeitsgruppe Suizidprävention im Strafvollzug in Berlin: Experten diskutieren über Suizidvermeidung

Pressemitteilung Nr. 43/2009 vom 28.10.2009
Berlins Justizstaatsekretär Hasso Lieber eröffnet am Nachmittag die 8. Tagung der Bundesarbeitsgruppe Suizidprävention im Strafvollzug.

Bis Freitag diskutieren Fachleute im Rahmen einer Arbeitstagung in der Senatsverwaltung für Justiz über Wege und Möglichkeiten, Selbsttötungen in der Haft zu verhindern und geeignete Hilfe für Suizidgefährdete anzubieten. In der Bundesarbeitsgruppe sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Justizvollzuges aller Länder vertreten. Gemeinsam entwickeln sie Konzepte zur Vermeidung von Selbsttötungen in den Vollzugsanstalten fort und tauschen Erfahrungen aus. Ein besonderes Augenmerk legen die Experten dabei auf das Aufnahmeverfahren in den Vollzugsanstalten. Erfahrungsgemäß ist für die neuen Insassen die erste Zeit in der Haft eine besonders kritische Phase. Experten sprechen hier von einem „Haftschock“.
In Berlin sind daher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders geschult, um Hinweise auf Suizidabsichten rechtzeitig erkennen und dagegen vorgehen können. Dabei erheben sie das Suizidrisiko mit Hilfe eines Suizid-Screenings im Aufnahmebogen und veranlassen gegebenenfalls suizidpräventive Maßnahmen. Dazu gehören u. a. die Beobachtung des Gefangenen oder die gemeinsame Unterbringung mit einem anderen Inhaftierten.

Außerdem bestehen in den Berliner Justizvollzugsanstalten eine Vielzahl von Betreuungs- und Beratungsangeboten, um suizidgefährdete Häftlinge sachgerecht zu betreuen. Dazu kommen Arbeits-, Qualifizierungs- und Schulprogramme in den Anstalten. Für das Vollzugspersonal gibt es regelmäßig Fortbildungsprogramme zur Suizidprophylaxe.

Justizstaatssekretär Hasso Lieber: “Die mit dem Verlust der Freiheit verbundenen Konsequenzen schaffen für jeden Betroffenen eine ganz besondere psychische Belastungssituation. Gerade in den ersten Haftwochen ist es aber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Justizvollzugsanstalten schwierig, aufkeimende Suizidgedanken zu erkennen und die psychische Belastbarkeit eines Inhaftierten verlässlich einschätzen zu können. Deshalb widmet Berlin in seinen Haftanstalten der Verhinderung von Selbsttötungen besondere Aufmerksamkeit.“

Die JVA Plötzensee im historischen Wandel
Historisches1

In der Zeit von 1868 bis 1879 wurde das Strafgefängnis Plötzensee auf Beschluss des Königlichen Justizministeriums unter Wilhelm I. auf dem seinerzeit 25,68 Hektar großen Gelände für rund 1.400 Gefangene errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 6,3 Mil. Mark.

Entgegen den sonst üblichen Gefängnisbauten (strahlenförmige Anlagen) bestand das Gefängnis Plötzensee aus einzelnen Gebäudekomplexen mit sieben umschließenden Höfen. Von seinen Befürwortern wurde es wegen seiner Lage, der Beheizung (Zentral), der Lüftung, der sanitären Einrichtungen, der Gefangenenbeköstigung und deren Arbeitsmöglichkeiten für fortschrittlich gehalten.

Während der Nazidiktatur diente es als Zentrale Hinrichtungsstätte aller vom Volksgerichtshof und vom Kammergericht zum Tode Verurteilten.

Historisches2

In der Zeit von 1933 bis 1945 wurden fast 3.000 Menschen hier hingerichtet (u.a. am 08. August 1944 89 Frauen und Männer des 20. Juli). Heute ist die ehemalige Hinrichtungsstätte – ein unscheinbarer Ziegelschuppen – eine am 14. September 1952 eingeweihte Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus aus dem In- und Ausland.
Am 25.04.1945 erreichten sowjetische Truppen das Gefängnis Plötzensee und befreiten nach Aussagen ehemaliger Gefängnisbeamter alle Gefangenen.

Nach dem 2. Weltkrieg bis in das Jahr 1987 diente das Gefängnis Plötzensee durchgängig als Jugendstrafanstalt.

Durch die Inbetriebnahme des gleichfalls am Friedrich-Olbricht-Damm gelegenen Neubaus, wurde die ehemalige Jugendstrafanstalt Plötzensee am 26.10.1987 zur heutigen JVA Plötzensee, einer Einrichtung des offenen und gesclhlossenen Männervollzuges. Die JVA Plötzensee verfügt derzeit über eine Belegungsfähigkeit von 489 Plätzen.

In seinem eigenen YouTube Channel matt56444 schreibt Matthias L.:
„Ein von mir entwickelter Bot für das sVZ bzw. mVZ.. Basiert auf PHP, JS, AJAX und diversen shell scripten die von PHP via shell_exec() aufgerufen werden. Leider noch etwas verbuggt da teilweise Profile doppelt und dreifach gecrawlt werden.. Gesammelt werden die Bilder sowie ALLE zugängliche Profildaten. Die Profildaten werden dann in eine ORACLE Datenbank geschrieben und können später ausgewertet werden. In nur 4 Stunden Crawlen hat der Bot bereits ÜBER 48000 Profile besucht.. Ich probiere das gesammte VZ zu crawlen und werde dann eine grafische Auflistung generieren lassen wer wen kennt über welche Ecken.. Bereits eingebaut ist eine Funktion die die Benutzer „verkuppelt“. Der Bot sucht jeweils ein weibliches und ein männliches Profil und schreibt beiden eine Pinnwand MSG. Leider können aufgrund des Spamschutzes pro Tag nur maximal 20 Einträge auf Fremde Pinnwände geschrieben werden. Ach und die Captchas werden auch automatisch ausgelesen und gecracked😉 …“
(daß das überhaupt geht ist wieder ein hinweis darauf daß im code lücken zu schließen sind,
und außerdem ist es eine süße idee leute mit hilfe von code zu verkuppeln)

http://www.heise.de/newsticker/meldung/StudiVZ-Gegendarstellung-per-Defacement-2-Update-133265.html

suizidprävention auf facebook

tagesspiegel.de : 3 junge frauen begehen gemeinsam selbstmord im wald


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