technische sicherungen ,kindersicherungen, optimieren der kontrolle ?
meldestelle naiin – Internet-Industrie zusammen mit Verbänden, Initiativen und Privatpersonen
gefahrenproblematik – tips vom BSI
Jährlich 1,2 Millionen Kinder Opfer von Sexhändlern
schockiert und traumatisiert
von der gefühllosen maschinellen verwertung von videoaufnahmen von sexuellem mißbrauch
und was auch noch eine rolle spielt:
wie mitleidsprinzip und kindchenschema von den marketingleuten für profitinteressen ausgebeutet werden.
die „pädophilenmafia“ durchsetzt ungebremst massenweise erotikseiten mit gefilmter vergewaltigung von jugendlichen.mit begriffen wie „teen sex“ und ähnlichen reizwörtern, verkindlichten mustern und vergewaltigersprache wird die reizschwelle gesenkt und die breite gesellschaftliche akzeptanz für sexuellen mißbrauch geschaffen. die empfindlichkeit für voyeuristisches begaffen von verbrechen wird systematisch durch überreizung und die illusion, es sei „ganz normal was die da vor der kamera machen“, heruntergedrückt. die schäbige arroganz der bewußtseinsindustrie in einer scheißegalgesellschaft ermöglicht eine immer frühere sexualisierung von jugendlichen und ein geschäft mit der verfilmung von sexuellem mißbrauch minderjähriger. profit mit allen mitteln- gewinnmaximierung läßt die hemmschwelle für das geschäft mit humankapital, mit der zum faktor reduzierten rechnerischen größe, mit der zum bildmaterial verkommenen ware mensch immer tiefer unter die gürtellinien sinken- bis zum „rätselhaften zeugensterben“(wie im fall der verstrickung von höheren regierungsbeamten in die geschehnisse um den kinderschänder dutroux). sexarbeiterinnen in der sexindustrie erkranken an zwangsneurosen und bulimie. ehemalige vergewaltigungsopfer arbeiten sich in leitende positionen vor um von dort aus die schalter auf unterdrückung stellen zu können. verdrängen von tabus fördert die angstgeschäfte.( bild „verdraengung“ )der psychomarkt fängt das nicht auf. panikmache lohnt sich für die krankenkassen und für die anbieter von sicherheit.toleranz und augenzwinkernde zustimmung, sich im internetsumpf doch bittschön genauso korrupt aufzuführen wie die anderen zocker. auch „organisierte kriminalität“ ist ein begriff der soundso definiert wird von einer fragwürdigen definitionsmacht. jeder der systematisch softwaregestützt gegen das grundgesetz, gegen den jugendmedienschutz-staatsparagraphen verstößt kann ein organisierter krimineller sein (also auch behörden,konzerne, parteien, verbände usw., oder?). abgestumpft und unsensibel gegenüber mitmenschen, pflanzen, tieren und anderen zweifüßern. erzeugt der aus existentieller not entstandene finanzielle druck die wegschaumentalität, ausweichmöglichkeiten, variablen, spielräume für scheuklappen? zwangsklaustrophile hysteriker kurbeln das bruttosozialprodukt an.egozentrik,ignoranz, eitelkeit, wichtigtuerisches gehabe, manieriertheit, pathetische selbstgefälligkeit, selbstverliebte wichtigtuerei und liebe zum bombastischen schaffen den nährboden für seelenfresser und mutanten, die aus neuen medienmüllfluten gedeihen.
ausgehend von der generellen frage des indirekten linkens (linkhaftung) bzw. dem techtelmechtel um wikileaks-links
bis zur netzwerkfahndung im second life
bin ich nach längerer pause mal wieder im blaster gelandet bzw. in
jugendschutz.net
assoziationsblastermacher „warum wir nicht löschen“
a.blast blog jugendschutz erwachsenenschutz
und lese mir natürlich auch die
interviews mit dem leiter von jugendschutz.net durch.
an anderer stelle ist zu lesen, daß die arbeit von jugendschutz.net teilweise im verborgenen stattfindet bzw. mitarbeiter das licht der öffentlichkeit nicht immer lieben
wenn sie bei jugendschutz.net als IT-admin arbeiten wollen klicken sie hier
in meinem persönlichen gespräch mit herrn schindler bei den münchner medientagen habe ich festgestellt daß er ein sehr vernünftiger mensch ist der sich schon auskennt.
meine vorurteile gegenüber jugendschutz.net die auch in
http://blog.assoziations-blaster.de/2007/12/jugendschutz-erwachsenenschutz.html#fazit
leicht ideologisch gefärbt und einseitig beschrieben werden haben sich nicht bestätigt.
es fand eine vortragsreihe zum thema internet und web2.0:
abenteuerspielplatz – piranhabecken usw. statt
medientage
in einem älteren eintrag von 2002 weist schindler auch auf die defizite von suchmaschinen hin
der blaster im icrafilter:
icra/a.blast
google im icrafilter:
google erhält rotes licht vom icrafilter
was ist icra bzw. fosi:
fosi/icra
fosi konferenz
fosi conference film
fosi tech2
oneview jugendschutz
Zu begreifen was ein Staatsvertrag ist ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem Wandel von einem
Piranhabecken Internet zu einem Abenteuerspielplatz Internet in dem sich auch Kinder und Jugendliche sicher bewegen
können. Es gab schon Zeiten da sind mir Erwachsene in der Münchner Ubahn wie dumme kleine Kinder vorgekommen,
davon mal abgesehen.
Auch bei den diesjährigen Medientagen in München war bei der Konferenz „Abenteuerspielplatz Internet“
wieder das Argument zu hören, ein Grund warum das deutsche Recht bei ausländischen Providern nicht greife
sei, daß es keine international verbindliche Rechtsnorm gäbe.
Ein Staatsvertrag ist aber eine solche international verbindliche Rechtsnorm !!!!!!
Die Verwirrung unter den Juristen kommt den eiskalten Profitmachern zugute die für Geld über Leichen gehen
und gegen Menschenrechte verstoßen.
Auch das Gefasel von unterschiedlichen kulturellen Werten und einer langen Bearbeitungszeit aufgrund eines aufwändigen Rechtswegs lasse ich mir nicht mehr bieten
in Zeiten wo die Verwertbarkeit nicht mal vor der Menschenwürde haltmacht.
Heuchelei, weil alles ist heutzutage sichtbar und protokollierbar im Netz
Übrigens haben auch Variablen einen Wert.
Das Prinzip Steckdosenkindersicherung (ein Drehmechanismus der verhindert daß Kinder
metallische Gegenstände in die Steckdose stecken können)
könnte als Programm abstrahiert werden.
Notfalls müssen die Filter eben in die Hardware oder ins Betriebssystem rein (sind sie da nicht schon?)
Aber Filter sind nicht alles, Filter haben eine begrenzte wirksamkeit und lücken.
(playboythemansion-cheats?)
Man könnte auch noch darauf eingehen warum bestimmte Softwarehäuser die
Computer-Kriegsspiele herstellen, eigens Psychologenteams beschäftigen die
mit der Frage beschäftigt sind wie sich die User noch abhängiger von dem Spiel machen lassen.
ebenso zu erwähnen wären hier noch evaluation, whitelists und blacklists, underblocking und false positives
das gesetz das die rechtslage international eineindeutig festschreibt:
artikel 5 jmstv
auf dieser skizze sehen sie eine plexiglasscheibe auf einer leiter, die verhindert daß kinder auf die leiter klettern können
berichte über die durchführung des staatsvertrags über den schutz der menschenwürde
das war bis jetzt einfach eine ziemlich ungegliederte stoffsammlung
zu einem sehr umfangreichen und bestimmt nicht leicht zu bearbeitenden thema.
um im sinne eines guten, also möglichst objektiven journalismus ranzugehen,
müßte mensch das thema natürlich aus der pespektive der opfer betrachten,
organisationen wie
prävention.org
zu wort kommen lassen, aber noch viel mehr.
es soll ja pädagogisch sinnvoll sein, d.h. nicht moralisch anklagend sich feindbilder erfinden
sondern den unliebsamen details der gesellschaftlichen tabuzonen nicht aus dem weg gehen.
anstatt die bekannten sündenböcke reagierend anstatt präventiv zu behandeln
muß jemand der sich wirklich fundiert mit diesem anstrengenden thema beschäftigen will auch mal unkonventionell denken und ständig überprüfen ob er einseitig und oberflächlich der massenmedialen meinung folgt oder dem ständigen stressigen und nervigen realitätsschock überhaupt noch gewachsen ist
obscenitycrimes
inhope
internet watch foundation
virtual global task force
kjm
selbstverpflichtung verantwortlichkeit
aus der sicht der adultseitenbetreiber auch mal interessant (s.oben) du mußt ständig die perspektiven wechseln
und dich in solche leute ab und zu mal reinversetzen um zu wissen.
jaginforum avs-kjm diskussionen
an was mich die derzeitige stoppschilder-aktion im bundestag zum thema sperrung von servern noch erinnert
ist: der comic „das seegurkenprinzip“ von Ulf Harten von 1990, ein sehr schönes zweiteiliges comicheft ausgeliefert in einer hardbox aus pappe inclusive einer 45er vinyl-single mit den soundtracks „sad pedestrians“ und „vorfahrt“ drauf.
vor ca. 10 jahren haben sich diese comics in einem comicladen gestapelt, weil sie irgendwie keiner kaufen wollte, im gasteig gabs ihn aber zum ausleihen.
ich hab mir damals irgendwann als ich noch blinki euroscheck bei kamerakino war natürlich einen gekauft, weil ich absoluter fan dieser ganz eigenen verkehrsschilder-ästhethik, dieses besonderen styles von Ulf Harten war und bin.auch bleibe.
die catcherman-szenen, das kunstwerk „hirnspliss“ bei al dente in seinem musicproducer-loft,
ich will nicht mehr erklären müssen warum ich was gut finde ich will nix mehr erklären müssen was ich schon hunderte male vergeblich nicht erklären konnte wo es nix zu erklären gibt
außerdem bin ich kein moralisches vorbild.
so. schilder. und jetzt die szene eben als ich die krawatte die ich bei der suche nach dem geheimen sadomasoclub in grünwald in greawoid auf einer parkbank gefunden habe so in die klappe eines altkleidercontainers gelegt habe daß die offene klappe gleichzeitig mit dem schild „BITTE GUT VERPACKT, KEINE LOSEN TEILE“ zu sehen war.(bild folgt, wenn ich wieder mit winXP online bin, wann das sein wird steht in den sternen). muß ich mich so in szene setzen, daß ich das manischzwangsneurotisch blogge, kann ich in der „öffentlichkeit“ (also auch meine „privatwohnung“) bewegen OHNE in szenen gesetzt zu werden und das macht doch nix, muß ich so exhibitionistisch sein und monologdialogisierend und im dialog alles mögliche aufschreiben, in einer art und weise
die mich jetzt an den beamten deutelmoser von gerhard polt erinnert.
wird das internet also ausgeschildert ?
wirkung von schildern als visualisierte texte, symbole, icons, logos, also leicht verständliche zeichen in kurzform
auf analphabeten, tiere und leute die nicht lesen wollen:
-die badenden enten ignorieren das schild vor dem badesee „kein badesee, verletzungsgefahr durch verunreinigung und einbauten“
-die schwarzen aufkleber auf fensterscheiben verhindern daß vögel den sich im fensterglas spiegelnden himmel für den himmel selber halten und ins fenster fliegen
-psychologie der schilder ähnlich wie die inschrift auf dem tor zur hölle in dantes göttlicher komödie oder einen satz wie „WER NOCH EINEM EINZIGEN LEBEWESEN SCHMERZEN ZUFÜGT KRIEGT ÄRGER MIT WÜRMERN “
sätze die
die meisten davon abhalten sollen überhaupt erst reinzugehen und somit ihren zweck erfüllen:
viele sexistische seiten haben nicht mal eine einfache vorschaltseite. (von wegen stopschilder…..)
oft gibt es einen pro-forma filterbutton zum simplen ein/ausklicken
oder eine altersabfrage.
auch die technik der vorschaltseiten muß noch verbessert werden.
veraltetes interview mit einem netzwerkfahnder
(c) copyright bayrischer rundfunk
BR-ONLINE | Das Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks
Sendung vom 15.10.2002
Albert Bischeltsrieder
Bayerisches Landeskriminalamt Leiter Fahndung
im Gespräch mit Jörg Paas
Paas: Willkommen bei Alpha-Forum. Es ist eine wahre Fundgrube, ein
wunderbares Werkzeug, das die Arbeit erleichtern, Vergnügen bereiten
oder auch unterhalten kann: Man kann aber auch viel Schlimmes anrichten
im World Wide Web, im Internet, im weltweiten Netz der
Datenkommunikation. Über Verbrechen im Internet oder überhaupt in
Datennetzen wollen wir heute sprechen. Ich begrüße dazu hier bei uns im
Studio Herrn Albert Bischeltsrieder: Er ist Leiter des Dezernats Fahndung
beim Bayerischen Landeskriminalamt. Grüß Gott, Herr Bischeltsrieder.
Bischeltsrieder: Grüß Gott, Herr Paas.
Paas: Immer mehr Menschen auch in Deutschlang gehen online und sind ganz
begeistert vom Internet. Das Internet findet also immer mehr Verbreitung.
Viele Menschen sind sich aber vermutlich der Gefahren oder der kriminellen
Energien, die es darin auch gibt, überhaupt nicht bewusst. Bei Ihnen ist das
ganz anders, denn Sie forschen genau danach. Sie machen den ganzen
Tag nichts anderes, als Computerkriminalität zu bekämpfen. Ist das Internet
somit für Sie inzwischen zu einem Ausbund des Bösen geworden?
Bischeltsrieder: Nein, auf gar keinen Fall. Man muss zunächst einmal Folgendes festhalten.
Das Internet ist ein Medium, das eine ungeheure Fülle an Möglichkeiten
bietet. Aus einer Industriegesellschaft wie der Bundesrepublik ist das
Internet meiner Meinung nach auch überhaupt nicht mehr wegzudenken.
Das, was sich im Internet abspielt, ist für die Masse der Bevölkerung etwas
Positives. Leider Gottes gibt es aber auch einige Schatten in dieser neuen
Welt, in dieser virtuellen Welt: Es kann nämlich auch von Kriminellen als
Medium genutzt werden.
Paas: Was verändert denn das Internet? Worin besteht die neue Qualität, die
dadurch hinzugekommen ist?
Bischeltsrieder: Eine neue Qualität ist auf jeden Fall die weltweite Verfügbarkeit der Inhalte.
Eine neue Qualität ist sicherlich auch die Möglichkeit, einige Dinge
anonymer zu machen, als das in der realen Welt möglich wäre.
Paas: Kann man denn die beiden Begriffe „Internet“ und „Datenkommunikation“
eigentlich so ohne Weiteres gleichsetzen?
Bischeltsrieder: Internet und Datenkommunikation kann man sicherlich nicht so ohne
Weiteres eins zu eins gleichsetzen. Wir fanden nämlich ohne irgendeine
Einschränkung in allen Datennetzen, also auch in den Onlinediensten. Das
Internet ist sicherlich der wesentlichste Teil dieser Datenkommunikation,
aber eben dennoch nur ein Teil davon.
Paas: Jedenfalls passiert in diesem Netz, wie immer wir es auch nennen wollen,
so viel, dass das Landeskriminalamt eine eigene Spezialdienststelle
eingerichtet hat, und zwar zur “anlassunabhängigen Fahndung im Internet
und den Onlinediensten“ heißt das ganz genau. Seit wann gibt es diese
Dienststelle, wie viele Menschen arbeiten dort und wie sieht Ihr Arbeitsplatz
konkret aus?
Bischeltsrieder: Wir haben vor sieben Jahren begonnen, das Internet als Raum für
Kriminalität nicht nur zu entdecken, sondern ganz konkret darin zu fahnden.
Die bisherigen Ergebnisse haben uns auch Recht gegeben: Das ist ein
Raum, den man sicherlich auch weiterhin polizeilich aufmerksam
beobachten muss. Wir haben zurzeit in Bayern dafür sieben hauptamtliche
Kräfte und eine Angestellte.
Paas: Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Bischeltsrieder: Eigentlich wie ein normaler Büroarbeitsplatz auch. Wir haben zwar ein z. T.
etwas teureres Equipment, denn wir müssen natürlich schauen, dass wir
technisch auf dem neuesten Stand bleiben, aber im Grunde genommen
findet man an unseren Arbeitsplätzen auch nur Bildschirme, Computer,
Drucker, Scanner usw. Das ist also doch das ganz übliche Equipment eines
Büros.
Paas: Das heißt, es gibt dort sieben Beamte für alles, was da in Bayern auf dem
Gebiet der Onlinesysteme an kriminellen Machenschaften passiert. Diese
Leute überwachen das, kontrollieren und untersuchen das alles – bzw.
versuchen das zumindest zu tun. Diese Leute sitzen also den ganzen Tag
vor dem Computer.
Bischeltsrieder: Im Prinzip ja. Das sind, ich möchte das noch einmal betonen,
Fahndungsbeamte: Das heißt, wir haben natürlich eine Vielzahl von
Kollegen, die in der Ermittlungsarbeit konkrete Sachverhalte, bei denen das
Netz eine konkrete Rolle spielt oder gespielt hat, aufarbeiten. Die praktische
Ermittlungsarbeit ist freilich nicht unser Part: Wir sind, wenn Sie so wollen, in
erster Linie als Fahnder gefordert. Wir suchen nach bestimmten strafbaren
Inhalten: Wenn wir diese strafbaren Inhalte gefunden haben, dann gehen
sie von uns zur entsprechenden Spezialdienststelle zur weiteren
Bearbeitung.
Paas: Darauf kommen wir nachher noch im Detail zu sprechen. Zunächst einmal
aber würde mich interessieren, wie Sie eigentlich zu dieser Aufgabe
gekommen sind. Sie sind ja ursprünglich gar kein Polizist gewesen. Ich
glaube, Sie haben doch zunächst einmal eine Ausbildung als Kaufmann
gemacht.
Bischeltsrieder: Das ist richtig, ich habe zunächst einmal eine berufliche Ausbildung als
Kaufmann gemacht, das war damals bei der Firma VEBA. Danach erst bin
ich zur Polizei gewechselt.
Paas: Warum?
Bischeltsrieder: Das ist eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Aber ich glaube,
der tiefere Grund hat sicherlich darin gelegen, dass mir diese Tätigkeit im
kaufmännischen Bereich einfach nicht genügt hat. Alleine die Vorstellung,
mein restliches Leben mit dem Kauf und Verkauf von Gütern zu verbringen,
war mir einfach zu wenig.
Paas: Da hätte es natürlich auch noch viele andere Möglichkeiten gegeben.
Bischeltsrieder: Selbstverständlich, aber ich habe mich eben für die Polizei entschieden.
Paas: Sie kamen dann vermutlich erst einmal zur Bereitschaftspolizei.
Bischeltsrieder: Ich habe damals die ganz normale Einheitsausbildung gemacht: d. h.
Bereitschaftspolizei, Einsatz im geschlossenen Verband, Verkehrsdienst,
Streifendienst, Schichtdienst usw. Ich habe also die übliche Polizeilaufbahn
durchlaufen.
Paas: Sie sind also auch in Uniform auf der Straße Streife gelaufen?
Bischeltsrieder: Natürlich habe ich das auch gemacht.
Paas: Danach ging es dann aber ab zur Kripo.
Bischeltsrieder: Ja, ich wechselte dann zur Kriminalpolizei. Ich war in Oberbayern zunächst
einmal im Dezernat „Tötung“ tätig. Danach bin ich dann so allmählich in das
Metier hineingekommen, das mir eigentlich von Anfang an so ein bisschen
vorgeschwebt hatte: nämlich in den Bereich, der sich mit der Bearbeitung
von Wirtschaftsdelikten befasst. Dies war dann gleichzeitig mit meinem
Wechsel zum Landeskriminalamt verbunden.
Paas: Was hat Sie denn daran gereizt?
Bischeltsrieder: Zum Teil natürlich auch, dass ich da eine gewisse berufliche Vorbildung
hatte. Von daher habe ich mir vielleicht doch etwas leichter getan, den einen
oder anderen Sachverhalt zu bearbeiten. Ein anderer Grund war sicher,
weil ich das nach wie vor für ein ungeheuer spannendes Thema halte.
Paas: Von der Wirtschaftskriminalität führte Sie dann der Weg hin zu den
Datennetzen. Was war das für ein Sprung?
Bischeltsrieder: Ein Teil der Wirtschaftskriminalität bezog sich auch auf bestimme
Nutzungen von Computern: z. T. für betrügerische Handlungen, z. T. im
Rahmen von Konkursdelikten usw. Das war schon ein bisschen Neuland
für mich, aber das hat mich dennoch sehr stark interessiert. Wir haben
damals in Bayern bereits begonnen, diesem Part „Computerkriminalität“
etwas mehr Augenmerk zu schenken.
Paas: Heute machen Sie also Fahndung in Datennetzen. Auf das Wort
„Fahndung“ legen Sie großen Wert: Was heißt das denn eigentlich?
Bischeltsrieder: Das ist die gezielte und konkrete Suche. Das heißt, wir suchen im Netz
nach strafbaren Inhalten. Ein bisschen ist das vergleichbar mit dem
klassischen Streifendienst auf der Straße: Wenn zwei Beamte zu Fuß durch
die Stadt gehen und dabei hören, dass irgendwo eine Schaufensterscheibe
klirrt, dann schauen sie natürlich sofort nach, was da los ist. So in etwa
muss man sich unsere Arbeit als Fahnder im virtuellen Netz vorstellen. Die
Ermittlungsbeamten arbeiten hingegen erst dann, wenn es einen konkreten
Tatverdacht gibt. Das heißt, sobald wir auf einen Sachverhalt gestoßen
sind, wird dieser Sachverhalt in einem so genannten „ersten Zugriff“ – das
ist ein Fachbegriff – beweiserheblich gesichert und an die Fachdienststelle
weitergegeben.
Paas: Jetzt frage ich mich natürlich, wann Sie im Computer, in den Datennetzen
eine Schaufensterscheibe klirren hören. Wie machen Sie das?
Bischeltsrieder: Das ist natürlich nur in einem übertragenen Sinne zu verstehen. Wir hören
keine Schaufensterscheiben klirren, sondern wir stoßen auf bestimmte
Sachverhalte, bestimmte Netzangebote, die sehr verdächtig klingen. Um
mal ganz konkret ein Beispiel aufzugreifen, das uns auch zeigt, dass es in
Datennetzen keine Grenzen mehr gibt für Kriminalität, Folgendes: Unsere
russischen Kollegen haben vor einigen Monaten einen Sachverhalt
aufgespürt, bei dem jemand anbot, er würde Sterbehilfe ohne Einwilligung
des Betroffenen leisten. Es hat sich dann herausgestellt, dass das
tatsächlich der Versuch eines Auftragsmörders war, an Aufträge
heranzukommen. Diese Person ist also aus dem Verkehr gezogen worden.
Das ist, wenn Sie so wollen, in einem übertragenen Sinne die klirrende
Schaufensterscheibe.
Paas: Haben Sie das zufällig gefunden?
Bischeltsrieder: Das haben nicht wir gefunden, das haben unsere russischen Kollegen
gefunden. Wir finden bei uns aber ebenfalls ähnliche Sachverhalte.
Paas: Was machen Sie dann in so einem Fall?
Bischeltsrieder: Wir versuchen erst einmal herauszubekommen, wer der Verantwortliche ist.
Wir versuchen auch herauszubekommen, wo sich das Ganze abspielt.
Damit stoßen wir aber auch schon auf eine der ersten massiven
Besonderheiten des Internet: Dieser Ort kann nämlich in der Nachbarschaft
wie meinetwegen in Freising oder in Fürstenfeldbruck sein, er kann auch in
Hamburg sein, er kann aber auch auf Sri Lanka oder in Japan sein.
Paas: Wir kommen auf dieses Beispiel später vermutlich noch einmal zurück. Um
aber erst einmal eine Art von Überblick zu geben, würde ich Sie gerne
fragen, welche Art von Delikt Sie eigentlich am meisten beschäftigt.
Bischeltsrieder: Das ist etwas, das mich als ehemaligen Wirtschaftssachbearbeiter schon
einigermaßen erstaunt hat, aber das Netz hat sich heute in eine Richtung
entwickelt, die noch vor ein paar Jahren so nicht absehbar gewesen ist: Es
hat sich nämlich ganz stark in Richtung der Verbreitung von verbotener
Pornographie entwickelt. Hier geht es in erster Linie um
Kinderpornographie.
Paas: Was heißt das konkret?
Bischeltsrieder: Das heißt, dass über 70 Prozent der Sachverhalte, die wir im Netz
aufdecken, mit Kinderpornographie im Zusammenhang stehen.
Paas: Das sind ja nicht irgendwie normale Photos von Kindern, die da ins Internet
gestellt werden; das sind ja stattdessen oft ganz, ganz schlimme Sachen.
Bischeltsrieder: Das ist wirklich sehr viel Schlimmeres. Hinter diesem Wort
„Kinderpornographie“ verbirgt sich auch keine lässliche Sünde oder
irgendein Bagatelldelikt, sondern der Missbrauch von Kindern. Und das ist
meiner Meinung nach Gewaltkriminalität in seiner übelsten und
scheußlichsten Form.
Paas: Für alle, die nun gar keine Ahnung haben, weil sie möglicherweise noch nie
mit einem Computer umgegangen sind: Wie funktioniert das eigentlich? Da
kann man sich also auf dem Computer Bilder ansehen? Diese Bilder kann
man sich dann aber auch herunterladen. Können Sie uns ein wenig
erklären, wie das alles funktioniert, damit unsere Zuschauer eine kleine
Ahnung davon bekommen?
Bischeltsrieder: Das funktioniert auf unterschiedlichste Art und Weise. Das Internet ist ja
zum einen auch ein Kontaktmedium, also eine Art von gigantischem
internationalen schwarzen Brett, auf dem bzw. in dem man annoncieren
kann. Man inseriert dort, wenn man z. B. entsprechendes Material hat und
Abnehmer sucht oder wenn man Gleichgesinnte sucht, mit denen man das
Material tauschen kann bzw. denen man dieses Material verkaufen kann.
Das ist eine der Möglichkeiten des Internet. Die zweite Möglichkeit, die das
Netz nun zunehmend besser bietet, weil das Netz immer schneller und
technisch immer ausgereifter wird, ist der so genannte unmittelbare
Download von Bildern oder auch Videos. Noch vor einigen Jahren wäre das
viel zu teuer gewesen. Damals waren also diese so genannten
Kontaktanzeigen der zentrale Punkt. Heute kann man hingegen die Bilder,
um die es geht, unmittelbar aus dem Netz beziehen.
Paas: Wir können und wollen solche Bilder nicht zeigen, um uns aber eine
Vorstellung davon machen zu können, würde ich sie dennoch bitten, uns
ein wenig konkreter darüber aufzuklären, welche Art von Bildern da ins Netz
gestellt werden. Was müssen Sie sich dort also gelegentlich alles ansehen?
Bischeltsrieder: Wie gesagt, da geht es um Gewaltkriminalität in seiner wohl scheußlichsten
Ausprägung, nämlich um den Missbrauch von Kinder und leider auch von
Kleinstkindern. Hier sind der „Phantasie“ wirklich überhaupt keine Grenzen
gesetzt. Wir haben bei uns Kollegen, die aus dem Tötungsbereich kommen
und die daher wirklich einiges gewohnt sind, aber wir haben da im Netz z. T.
Bilder gefunden, von denen diese Kollegen sagen müssen, dass sie so
etwas Schreckliches noch nie gesehen haben.
Paas: Das stelle ich mir wirklich ziemlich schrecklich vor.
Bischeltsrieder: Das ist es in der Tat.
Paas: Wie geht man damit um?
Bischeltsrieder: Das ist eine gute Frage. Zunächst einmal ist es so, dass es bei uns das
Prinzip der Freiwilligkeit gibt. Wer bei uns arbeitet, macht das von sich aus,
weil das sein Berufswunsch innerhalb der Polizei ist. Das halte ich für sehr
wichtig. Denn das gewährleistet schon mal eine sehr starke Motivation,
auch mit Dingen umzugehen, die weniger schön sind. Der zweite Punkt ist,
dass die Polizeiarbeit natürlich allgemein viele Facetten bietet, die einem
Normalsterblichen nur schwer zumutbar wären. Denken Sie nur mal an die
Kollegen des Verkehrsdienstes, die Unfälle aufnehmen müssen: Auch sie
haben nicht immer mit sehr angenehmen Bildern zu tun. Der dritte Part ist,
dass wir natürlich auch versuchen, das Ganze für die Kolleginnen und
Kollegen ein bisschen auszugleichen. In erster Linie geschieht dies durch
die täglichen Gesprächsrunden. Die Teilnehmer werden dabei wirklich
animiert, darüber auch zu sprechen, was sie gesehen haben, sodass sie
diese Dinge nicht in sich hineinfressen. Wir versuchen nun auch das Ganze
über neu angebotene Seminare des psychologischen Dienstes wenigstens
wieder ein bisschen auszugleichen.
Paas: Muss man sich das wirklich so vorstellen, dass da Beamte den ganzen Tag
und die ganze Woche über vor dem Bildschirm sitzen und sich diese Bilder
anschauen, zu denen sie meinetwegen Hinweise aus der Bevölkerung
erhalten haben? Dass sie dann diese Bilder im Netz suchen und dabei all
diese grässlichen Bilder über sich ergehen lassen müssen?
Bischeltsrieder: Nein, die Arbeit ist schon ein bisschen vielfältiger. Die Kollegen sitzen
natürlich nicht acht Stunden am Tag ausschließlich am PC. Das wäre so ja
auch gar nicht möglich. Sie machen also auch Telefondienst, unterhalten
sich mit Kollegen oder fahren in einzelnen Fällen auch mal raus, um dort
ganz konkret mit sachbearbeitenden Dienststellen zu sprechen. Es kann
aber auch sein, dass sie noch ganz konkret in ein Ermittlungsverfahren
eingebunden sind. Das ist vor allem dann der Fall, wenn so eine Übergabe
an die sachbearbeitende Dienststelle nicht so einfach möglich ist. Wir leisten
also auch all das an Beratungstätigkeit, was uns möglich ist. Insofern sitzen
also die Kollegen nicht ohne Unterbrechung am Bildschirm. Das wäre
wirklich nicht machbar. Aber es stimmt schon, einen sehr großen Anteil an
der täglichen Arbeit macht in der Tat die konkrete Fahndungsarbeit am
Bildschirm aus.
Paas: Das verfolgt einen doch vermutlich auch noch bis nach Hause? Oder kann
man das alles nach Dienstschluss abstreifen und sich sagen, „So, bis
hierhin geht mein Beruf und dann mache ich einfach die Türe zu und dann
ist Schluss, dann versuche ich einfach nicht mehr daran zu denken“?
Bischeltsrieder: Das hängt von den einzelnen Personen ab, denn der Umgang damit ist
individuell wirklich sehr unterschiedlich. Es gibt Kollegen, die können
abschalten oder die zumindest sagen, dass sie das können. Es gibt aber
auch andere, die ihren Beruf immer mitnehmen: Die müssen damit aber
auch irgendwie fertig werden.
Paas: Wie ist das in Ihrem Fall?
Bischeltsrieder: Bei mir persönlich hat der Beruf im Privatleben überhaupt nichts verloren.
Ich vermeide es also nach Möglichkeit, darüber überhaupt nur zu sprechen.
Paas: Ihre Frau fragt also nicht weiter nach: Dieses Thema wird lieber außen vor
gelassen.
Bischeltsrieder: Meine Frau fragt schon gelegentlich nach, aber ich bin dann meistens
etwas einsilbig.
Paas: Träumen Sie manchmal davon?
Bischeltsrieder: Das ist mir zwar auch schon passiert, aber das ist doch relativ selten.
Paas: Wie lange, glauben Sie, kann man denn so eine Tätigkeit überhaupt
machen?
Bischeltsrieder: Auch das ist nur ganz schwer zu sagen. Wir haben z. B. erst vor kurzem
einen Kollegen herausgelöst, der fünf Jahre bei uns gewesen ist und der all
die Jahre sehr engagiert mitgearbeitet hat. Er hat plötzlich von einem Tag
auf den anderen gesagt, dass er das nicht mehr machen könne: „Ich kann
nicht mehr, das ist mir zu viel geworden!“ Wir haben dann zugesehen, dass
er möglichst bald eine andere Verwendung im Haus bekommen hat. Er ist
nun aber in der Zwischenzeit bei einer ganz anderen Dienststelle.
Paas: Sie und Ihre Kollegen müssen also versuchen, diese Seiten, diese Bilder im
Internet zu finden. Sie müssen versuchen herauszufinden, wer sie
zugänglich gemacht hat. Und Sie müssen diese Seiten nach Möglichkeit
dann auch sperren.
Bischeltsrieder: Richtig, das gehört alles zu unserem Aufgabenspektrum mit hinzu. Sobald
wir die Beweissicherung gemacht haben und wissen, wer der
Verantwortliche ist, wird von uns auch eine Sperrung veranlasst.
Paas: Wo kommen diese Bilder her? Wer macht so etwas?
Bischeltsrieder: Das ist sehr unterschiedlich. Da gibt es zunächst diesen „klassischen“
Tauschhandel. Das ist der Austausch von Bildern unter Gleichgesinnten,
also so genannten Pädophilen: Denen geht es nicht darum, diese Bilder in
irgendeiner Form zu vermarkten, also irgendwie einen finanziellen Gewinn
daraus zu ziehen. Ihnen geht es vielmehr darum, diese Bilder mit anderen
zu tauschen. Das hört sich für einen Außenstehenden zwar völlig
unverständlich an, aber das ist für viele tatsächlich eine Triebfeder. Wir
hatten schon Täter, bei denen eine so unglaubliche große Menge an
Bildern sichergestellt werden, dass diese Täter sie in ihrem ganzen Leben
unmöglich alle hätten anschauen können. Das ging in die Hunderttausende
von Bildern. Es war also eigentlich völlig unsinnig, diese Mengen zu
sammeln, dennoch hatten diese Täter darin ihre “Erfüllung” gefunden: Es
ging ihnen darum, derartige Bilder einfach nur zu besitzen.
Paas: Wie sehen andere Motive aus?
Bischeltsrieder: Das war, wie gesagt, dieser „klassische“ Tauschring der Pädophilen. Es gibt
auf diesem Gebiet aber selbstverständlich auch die gewerbsmäßigen
Kriminellen, die das Ganze gegen Entgeld ins Netz stellen. Auch das ist
eine der Spielarten auf diesem Gebiet. Gott sei Dank ist das aber nur eine
relativ seltene Spielart. Es gibt auch noch völlig andere Motive, das geht bis
hin zum Ausprobieren: Da kann man z. T. fast von jugendlichem Leichtsinn
sprechen, weil da mit dem Feuer gespielt und geschaut wird, wie weit man
eigentlich gehen kann.
Paas: Ich habe in einem Zeitungsartikel gelesen, dass der Tausch oder Erwerb
von Kinderpornographie sei ein Massendelikt. Alleine in Deutschland, so
schätzt man, stöbern Nacht für Nacht etwa 10000 Männer im Netz nach
solchem Material. Ist das eine Größenordnung, von der Sie auch
ausgehen?
Bischeltsrieder: Das ist eine Größenordnung, von der man ausgehen kann. Aber mit dem
Begriff „Massendelikt“ wäre ich doch etwas vorsichtiger. Ich bin nach wie
vor der Meinung, dass es zwar eine große Zahl von Personen gibt, die mit
dieser kriminellen Veranlagung im Netz anzutreffen sind, aber von einem
regelrechten Massenphänomen würde ich hier dennoch nicht sprechen
wollen.
Paas: Wie viele Fälle decken Sie denn auf in Bayern pro Jahr?
Bischeltsrieder: Man kann eben nicht sagen, dass wir „in Bayern“ Fälle aufdecken. Wir
decken eben vorwiegend im Netz auf: Und wo sich dann letztlich das
Ganze abspielt, ist der zweite Schritt. Das ist auch mit ein organisatorisches
Problem unserer Dienststelle, wie ich ehrlich zugeben muss. Wir hatten im
letzten Jahr etwas über 700 Verdachtsfälle, im Jahr davor hatten wir in etwa
die gleiche Größenordnung. So zwischen 500 und 700 Verdachtsfälle pro
Jahr laufen also bei unserer Dienststelle auf.
Paas: Sie haben mit Recht gesagt, dass „in Bayern“ zu sagen eigentlich Unsinn
sei, weil Sie ja oft gar nicht wissen, wo derjenige sitzt, der diese Dinge ins
Netzt gestellt hat. Oder kann man das doch erkennen?
Bischeltsrieder: Von Verdachtsfällen sprechen wir eigentlich nur dann, wenn die Sache
bereits konkretisiert ist. Wir haben also zunächst einmal eine Vielzahl von
Vorgängen, die bei uns geprüft werden. Dazu gehören auch die Hinweise,
die wir von außen bekommen und die nicht zu einem Verdachtsfall führen.
Damit ein Verdachtsfall vorliegt, muss zuerst folgende Frage beantwortet
werden: Ist ein Straftatbestand verwirklicht? Die zweite Feststellung ist,
diesen Straftatbestand dann auch beweiserheblich sichern zu können.
Dazu muss man also schon wissen, wo in etwa der Täter zu finden ist. Erst
dann liegt ein wirklicher Verdachtsfall vor.
Paas: Wer macht sich denn strafbar im Zusammenhang mit Kinderpornographie?
Bischeltsrieder: Wenn man mit Kinderpornographie handelt, macht man sich strafbar. Es gilt
folgende drei Spielarten der verbotenen Pornographie zu unterscheiden:
Kinderpornographie, Pornographie mit Tieren und Gewaltpornographie.
Man kann sich als Faustregel merken, dass bei diesen drei Arten eigentlich
alles strafbar ist: Handel, Vertrieb, Besitz usw.
Paas: Das Anschauen auch bereits?
Bischeltsrieder: Ja.
Paas: Diese Feststellung ist ja ganz wichtig.
Bischeltsrieder: Ja, das Sich-Verschaffen von verbotener Pornographie ist bereits ein
Straftatbestand.
Paas: Wie wird er geahndet?
Bischeltsrieder: Da gibt es unterschiedliche Strafbestimmungen. Das kommt eben immer
auf die konkrete Straftatbegehung an. Das reicht von einer Strafandrohung
von bis zu zwei Jahren bis zu Verbrechenstatbeständen, wenn es in den
Missbrauchsbereich hingeht.
Paas: Wenn Sie sagen, dass da bei einem solchen Fall jemand 100000 Bilder zu
Hause hat: Das ist doch fast schon krankhaft, denkt man sich zumindest.
Bischeltsrieder: Ja, das mag mit eine Rolle spielen. Es ist dann aber Sache des Gerichts,
die Motive und die Persönlichkeit des Täters entsprechend zu würdigen,
und wenn das krankhaft sein sollte, ihn dann eben einer entsprechenden
Behandlung zuzuführen.
Paas: Hat dieser Mann in diesem speziellen Fall damit gehandelt? Was machte er
mit diesen Bildern, denn das ist doch irgendwie Wahnsinn, oder?
Bischeltsrieder: Ich muss hier gleich eine kleine Kehrseite der Medaille unserer
Fahndungsarbeit erwähnen: Wenn wir den Vorgang abgegeben haben,
kommen wir leider Gottes nur noch in Ausnahmefällen dazu, uns darum zu
kümmern, wie es weitergegangen ist. Wir erfahren also immer nur sehr
selten eine Rückkoppelung, sodass wir zu einzelnen Fällen kaum
Aussagen machen können. Wir erfahren lediglich, dass die Sache einen so
genannten positiven Abschluss gefunden hat, dass das Ganze also z. B.
vor Gericht angeklagt wurde.
Paas: Interessiert Sie denn das dann noch?
Bischeltsrieder: Interessieren würde es uns schon, aber es kostet natürlich Zeit, solche
Erhebungen zu machen. Wenn wir unterscheiden oder wählen müssen, ob
wir die zur Verfügung stehende Zeit für die Fahndung oder für interne
Erhebungen verwenden wollen, dann entscheiden wir uns fast immer für
die Fahndung.
Paas: Ich komme jetzt noch einmal darauf zurück, wie Sie solche Sachen
überhaupt aufspüren. Sie bekommen, wie erwähnt, von anderen
Dienststellen Tipps. Bekommen Sie auch aus der Bevölkerung Hinweise?
Oder suchen Sie sich da einfach durch? Denn das sind ja wahrscheinlich
auch oft geheime und verschlüsselte Angebote, an die man gar nicht so
leicht herankommt.
Bischeltsrieder: Ich muss zunächst einmal Folgendes vorausschicken: Die Fahndungsarbeit
bewegt sich im so genannten offenen Teil des Netzes, d. h. in denjenigen
Bereichen, die jedermann zugänglich sind. Erst wenn wir einen konkreten
Tatverdacht haben, haben wir überhaupt eine Handhabe und die
Möglichkeit, in so genannte geschlossene Bereiche einzudringen. Das ist
aber eher die Ausnahme. Die Masse finden wir tatsächlich im offenen
Bereich des Netzes: geschützt, wenn man so will, durch die Vielzahl von
Inhalten, die man im Netz antrifft.
Paas: Ab einem bestimmten Punkt brauchen Sie dann vermutlich immer eine
richterliche Genehmigung.
Bischeltsrieder: In dem Moment, in dem wir z. B. in den Dialogverkehr von zwei Personen
eingreifen, entspricht das meinetwegen einer Telefonüberwachung – das
kommt aber hier immer ein wenig auf die Ausgestaltung an. Dies bedarf
selbstverständlich eines richterlichen Beschlusses.
Paas: Mit dem Wort „Dialog“ sind wir beim nächsten Thema angelangt. Es gibt ja
diese vielen Chatrooms im Internet, in denen man miteinander
kommunizieren und in denen man sich eben leider auch über solche
Sachen austauschen kann, über die wir hier gerade sprechen. Können Sie,
können da Ihre Kollegen einfach so in diese Chatrooms hineingehen?
Wenn Sie da als Polizist hineingehen, dann wird sich wohl jeder ganz
schnell zurückziehen, wie man sich denken kann. In solchen Fällen wäre es
vermutlich sinnvoller, in diesen Chatrooms verdeckt zu fahnden, um mal ein
bisschen mitzuhorchen, um zu erfahren, was da alles passiert, um also
Verdachtsmomente und Beweise zu sammeln.
Bischeltsrieder: Ein polizeilicher und noch dazu ein kriminalpolizeilicher Fahnder ist im Netz
als solcher natürlich nicht erkennbar, das ist klar. Diese Möglichkeit haben
wir auch in der Tat, denn das gibt das bayerische Polizeirecht
selbstverständlich her. Das ist aber im Endeffekt auch nichts anderes, als
wenn sich ein Kriminalbeamter in Zivil auf der Straße bewegt und dort nach
bestimmten Sachverhalten Ausschau hält. So muss man das auch im Netz
sehen. Das hat also mit einem verdeckten Ermittler, der ja so oft unterstellt
wird, überhaupt nichts zu tun. Aber es ist klar, dass unsere Leute im Netz
anonym bleiben und nicht als Polizeibeamte erkennbar sind. Sie nehmen
dort selbstverständlich auch an Chats teil: Wenn in einem solchen Chat eine
Straftat besprochen wird oder wenn irgendwelche Inhalte laufen, die
ausgesprochen verdächtig klingen, dann schauen wir uns das natürlich
genauer an und werden uns diesen Leuten an die Fersen heften.
Paas: Wie weit können Sie da selbst gehen? Können Sie auch selbst Angebote
machen?
Bischeltsrieder: Nein, das machen wir auf gar keinen Fall. Der so genannte Agent
provocateur ist zwar in einigen Staaten zugelassen, aber bei uns ist so ein
Vorgehen schon aus rechtlichen Gründen völlig ausgeschlossen. Dies wird
also von uns in keinem Fall gemacht.
Paas: Nun ist es ja, wie man annehmen könnte, relativ einfach, an solche Täter
heranzukommen: Denn man weiß ja, dass jeder Internetbenutzer im Netz
Spuren hinterlässt. Da gibt es diese Internet-Protokolladresse, an die man
herankommen kann. Damit kann man die Wege verfolgen, die der jeweilige
Benutzer eingeschlagen hatte. Hilft Ihnen das?
Bischeltsrieder: Ja, selbstverständlich. Das Netz ist ja gerade deshalb für viele und leider
auch für Straftäter so „sicher“, weil dort eben eine ungeheure Menge an
Inhalten vorhanden ist. Aber wenn man erst einmal eine Spur
aufgenommen hat, dann gibt es sehr viele Möglichkeiten, an den
Verursacher dieser Spur heranzukommen.
Paas: Wie geht das dann weiter?
Bischeltsrieder: Sie müssen schon entschuldigen, wenn ich das nicht allzu sehr vertiefe,
denn wir wollen uns ja unsere Arbeit nicht unnötig schwerer machen, als sie
ohnehin schon ist. Wir haben jedenfalls eine ganze Reihe von
Möglichkeiten, an die ein normaler “user” vielleicht nicht denkt. Das sind z.
T. natürlich auch klassische polizeiliche Möglichkeiten, die mit dem Netz gar
nicht so sehr viel zu tun haben. Aber wie gesagt, wir haben schon unsere
Möglichkeiten, diese „Kunden“ ausfinden zu machen.
Paas: Gelegentlich liest man dann in der Zeitung auch von einer Razzia im
Zusammenhang mit Kinderpornographie: möglichst gleichzeitig an
verschiedenen Orten und z. T. nicht nur landesweit, sondern auch
europaweit. Das ist dann quasi die nächste Stufe.
Bischeltsrieder: Ja, das ist auch eine Angelegenheit, für die unsere Dienststelle als
Zentralstelle für Bayern zuständig ist: Wir sind Koordinierungsdienstelle für
derartige Aktionen, die in regelmäßigen Abständen, von uns, aber auch von
anderen Dienststellen initiiert, stattfinden.
Paas: Sie haben schon gesagt, dass das Internet wächst und wächst und dass sie
vor sieben Jahren mit Ihren Beamten angefangen haben. Sie waren damals
sieben Beamte und sind noch heute sieben Beamte.
Bischeltsrieder: Nein, wir haben damals mit zwei Beamten angefangen. Wir haben damals
natürlich auch experimentiert und immer wieder versucht eine Frage zu
beantworten, die man sich in so einer Organisation stellen muss, nämlich
die Frage: Warum macht ihr das von Bayern aus? Warum versucht ihr von
München aus im Netz Fahndungsarbeit zu betreiben, wenn nur ein
Bruchteil der Vorgänge, die ihr aufdeckt, auch tatsächlich Bayern betrifft?
Diese Frage ist berechtigt, aber wenn sich diese Frage jeder stellt, dann
bekommen wir eine polizeiliche Abstinenz im Internet, dann wird das
Internet tatsächlich zu einem rechtsfreien Raum. Und genau das wollen wir
mindestens in Bayern nicht.
Paas: Gibt es denn solche Stellen wie hier in Bayern in anderen Bundesländern
auch?
Bischeltsrieder: Die anderen Bundesländer haben eine andere Möglichkeit gewählt: Sie
haben ihren Präventionsauftrag, den ja jedes Bundesland hat – denn die
innere Sicherheit ist in Deutschland ja eine Angelegenheit der Länder – an
das Bundeskriminalamt übertragen. Sie haben also das Bundeskriminalamt
damit beauftragt, für sie im Internat Fahndungsarbeit zu betreiben.
Paas: Noch einmal, das Internet wächst und wächst: Was kann da Ihr Ziel sein?
Die bloße Abschreckung? Denn ansonsten kommt mir das Ganze ja schon
so vor, als wollte man mit einer Hand eine Flutwelle aufhalten. Denn das ist
ja auch wirklich eine Flut von Daten, von Bildern, von Informationen, die dort
jeden Tag neu und zusätzlich ins Netz gestellt werden.
Bischeltsrieder: Es wäre sicherlich ein falscher Ansatz, wollte man das Internet aufhalten.
Das wäre in der Tat ein vollkommen müßiges Unterfangen. Das Internet ist,
wenn Sie so wollen, eine Art Naturereignis: Das gibt es nun mal und das
gibt es nun mal in dieser Form! Insofern kann man das eben auch nur sehr,
sehr bedingt beeinflussen. Wir versuchen auch nur insoweit Einfluss darauf
zu nehmen, als wir Kriminalität zumindest eindämmen wollen. Unser Signal
soll also lauten: Das Internet wird auch von der Polizei mit überprüft, es
findet auch dort polizeiliche Fahndungsarbeit statt, Straftäter können also im
Internet nicht ungestraft tun, was sie nur irgendwie wollen. Das war am
Anfang allerdings anders. Als wir begonnnen haben, hat man der Polizei
nicht zugetraut, dass sie dieses Medium überhaupt kennt. Eine
möglicherweise ganz lustige Anekdote in dem Zusammenhang ist folgende
Geschichte. Ganz am Anfang sind wir doch tatsächlich noch mit unserer
Polizeikennung auch in Chats hineingegangen, haben uns dort als
Landeskriminalamt vorgestellt und bekamen diese Rückmeldung: „Haha,
der Witz ist wirklich gut! Dieses Pseudonym ist wirklich klasse! Das machen
wir auch!“
Paas: Das hat Ihnen also keiner geglaubt.
Bischeltsrieder: Genau, das hat uns keiner geglaubt. Aber das hat sich in der Zwischenzeit
wohl doch etwas geändert. Heute glaubt man es uns, dass wir im Netz
präsent sind.
Paas: Wie viele Aktionen untersuchen Sie denn dort pro Tag? Kann man das
überhaupt genau sagen?
Bischeltsrieder: Das kann man auf diese Weise gar nicht beziffern. Wir haben zunächst
einmal die Bearbeitung von Hinweisen, die wir aus der Bevölkerung
bekommen. Das ist, wie ich dazusagen muss, eine immer größere Flut von
Hinweisen: An manchen Tagen sind das bis zu 50, 60 Hinweise, die zu
bearbeiten sind. Das Mittel liegt aber bei ungefähr 30, 35 Hinweisen, die
jeden Tag abgearbeitet werden müssen. Das ist schon eine ganz
erhebliche Menge. Daneben betreiben wir natürlich auch noch unsere
eigene Fahndungsarbeit, die z. T. sehr diffizil ist. Es gibt nämlich auch
Bereiche des Internets, die ausgesprochen schwierig sind: Das sind wirklich
harte Nüsse, die man da knacken muss. Ich muss schon akzeptieren, dass
da ein Mitarbeiter von mir durchaus auch mal eine oder zwei Wochen an
einem einzigen Vorgang sitzt.
Paas: Können Sie ein Beispiel dafür nennen?
Bischeltsrieder: Sie verstehen, dass es ein bisschen schwierig ist, konkrete Beispiele zu
nennen. Hinzu kommt, dass das ja z. T. noch laufende Verfahren sind.
Paas: Wenn Sie es einfach mal ein wenig abstrahieren?
Bischeltsrieder: Gut, ich versuche es mal. Eine meiner Mitarbeiterinnen hat bei einer
Person, die sich im Internet etwas auffällig ausgedrückt hat, Verdacht
gefasst. Sie verstehen, ich muss das jetzt ein wenig umschreiben. Diese
Person hat in einer sehr auffälligen bzw. verdächtigen Form Urlaubsphotos
angeboten: kostenlos. Es wurden da einige Tausend Photos von ihm
angeboten. Der erste Blick auf diese Photos, die ersten Stichproben, die wir
gemacht haben, haben ergeben, dass das in der Tat Urlaubsphotos sind:
Bilder aus Australien, Bilder von palmenbestandenen Inseln usw. Wie
gesagt, da kommt dann aber das hinzu, was man nur schwer weitergeben
kann: Das ist dieser sechste Sinn, den ein guter Fahnder eigentlich haben
muss. Die Beamtin hat sich nämlich gesagt, dass da einfach etwas nicht
stimmt. Sie wollte sich diesen Vorgang eine Weile länger und genauer
ansehen. Sie hat sich dann durchgebissen und über eine Woche lang an
diesem Vorgang gearbeitet. Ich bin in der Zwischenzeit schon langsam ein
wenig ungeduldig geworden und habe zu ihr gemeint, dass ihre Aufgabe
eigentlich nicht darin bestünde, sich Urlaubsphotos anzusehen. Aber sie ist
drangeblieben und kam dann durch einen weiteren Zufall darauf, dass das
Ganze ein so genanntes “Steganos” war: Das heißt, in den Bilden selbst
waren weitere Bilder verborgen – und zwar Kinderpornographie der
scheußlichsten Form. Diesen Mann konnte man dann wirklich aus dem
Verkehr ziehen.
Paas: Wie geht das, dass man in Bildern andere Bilder verbirgt?
Bischeltsrieder: Das ist heute eine relativ einfache Möglichkeit: Sie brauchen, wenn Sie das
selbst machen wollen, dazu keinerlei Programmierkenntnisse. Stattdessen
kann man sich aus dem Internet entsprechende
Verschlüsselungsprogramme herunterladen. Sie können dann in dieser
ungeheuren Datenflut, die ein Bild heutzutage ja immer noch darstellt, ohne
Weiteres weitere Daten, also eben z. B. auch ein weiteres Bild, verstecken.
Paas: Man hat das Gefühl, dass Ihnen die Täter eigentlich immer so einen kleinen
Schritt voraus sind.
Bischeltsrieder: Das ist das Schicksal der Polizei: Der Täter muss zuerst einmal etwas
begehen, etwas tun, bevor die Polizei darauf reagieren kann. Denn wir
können uns ja schlecht hinsetzen und uns Straftaten ausdenken, die ein
Täter begehen könnte. Wir müssen also immer reaktiv tätig sein. Das ist
nun einmal das Schicksal der Polizei.
Paas: Sie haben vorhin schon kurz gewisse internationale Verstrickungen
angesprochen: Wie ist denn die Zusammenarbeit mit den verschiedenen
Behörden in anderen Ländern? Sind da der Zusammenarbeit immer noch
Grenzen gesetzt oder ist da inzwischen eine gute Zusammenarbeit, ein
guter Zusammenhalt möglich geworden?
Bischeltsrieder: Die polizeiliche Zusammenarbeit auf diesem Gebiet läuft in weit
überwiegendem Maße gut. Es gibt sicherlich noch den einen oder anderen
Staat, mit dem das ein bisschen holpriger läuft: Da ist die Zusammenarbeit
nicht ganz so glatt, wie wir uns das wünschen. Aber mit den für uns zentral
wichtigen Staaten wie in erster Linie den USA, Kanada oder meinetwegen
Großbritannien haben wir eine ausgezeichnete Zusammenarbeit. Grenzen
sind freilich woanders gesetzt: Grenzen setzen die unterschiedlichen
Rechtssysteme der Staaten. Es kann nämlich sein, dass bei uns etwas
unter Strafe gestellt ist, während das in anderen Ländern nicht der Fall ist.
Nehmen wir als Beispiel die so genannten Propagandadelikte im
rechtsextremistischen Sektor: Es gibt Staaten, in denen so etwas nicht unter
Strafe gestellt ist. Und damit scheidet in Kanada natürlich auch eine
Verfolgung dieser Delikte aus.
Paas: Wie ist das bei der Kinderpornographie? Ist sie überall in der Welt strafbar?
Gibt es da unterschiedliche Strafnormen oder Definitionen?
Bischeltsrieder: Man könnte natürlich Ihre sämtlichen Fragen mit „im Prinzip ja“
beantworten. Die Kinderpornographie ist jedenfalls überall auf der Welt
geächtet und in mehr oder weniger starker Form mit Strafe bedroht. Beim
Strafmaß gibt es jedoch sehr unterschiedliche Ausprägungen. Und alleine
der Begriff „Kinderpornographie“ wird bereits in fast jedem anderen Staat
anders definiert als bei uns. Wir müssen also aus diesem Grund mit
unseren Kollegen im Ausland zuerst einmal eine Art von
Metakommunikation betreiben: Wir müssen mit ihnen zuerst einmal über
den Gegenstand sprechen, über den wir uns unterhalten, um
sicherzustellen, dass wir vom Gleichen sprechen. Ein griechischer Kollege
versteht nämlich unter „Kind“ etwas anderes als ich.
Paas: Die Anbieter ziehen sich vermutlich immer genau auf diejenigen „Inseln“
zurück, wo dies alles sozusagen noch relativ leicht zu machen ist.
Bischeltsrieder: Das ist natürlich eine Gefahr, die bei einem solchen internationalen Medium
klar besteht.
Paas: Wie sieht denn die Zusammenarbeit konkret aus? Sagen wir mal, da
passiert etwas in Russland: Ein Russe stellt bestimmte Bilder ins Netz.
Rufen Sie dann dort in Moskau an und sagen, Sie hätten da etwas
gefunden? Das klingt in meinen Ohren ein bisschen sehr einfach. Machen
die Kollegen in Moskau da wirklich sofort mit?
Bischeltsrieder: So einfach geht es natürlich nicht, denn es gibt da so genannte Prüfstellen.
Ein Vorteil bei uns im Fahndungsdezernat, und das muss ich hier schon
dazusagen, besteht darin, dass auch die internationale Rechtshilfe eines
meiner Sachgebiete ist: Das gehört also zu uns mit dazu. Diese Mitarbeiter
sitzen übrigens genau gegenüber unseren Netzwerkfahndern. Wenn hier
also einmal ein Problem auftaucht, dann hat man den entsprechenden
Fachmann gleich schon gegenüber sitzen. Da kann man schnell mal
rübergehen und sich erkundigen. Das sind jedenfalls diejenigen Experten,
die prüfen, ob ein Rechtshilfeersuchen mit einiger Aussicht auf Erfolg
überhaupt gestellt werden kann. Wenn diese Prüfung positiv abläuft, dann
geht das Ganze ans Bundeskriminalamt, das ja für die Bundesrepublik
Deutschland die Zentralstelle ins Ausland darstellt. Von dort wird dann IP,
also in dem Fall Moskau, kontaktiert.
Paas: IP?
Bischeltsrieder: Interpol, Entschuldigung.
Paas: Dieses Kürzel „IP“ gibt es ja auch in der Internetprotokolladresse, denn dort
heißt es ja auch „ip“. Das sind diese Verbindungsdaten, die von den
Providern gespeichert werden, aufgrund derer man eine Spur hat hin zu
den Leuten, die da an dieser Sache irgendwie mit beteiligt waren. Aber
diese Daten werden ja nicht lange gespeichert: Irgendwann sind sie weg
und dann sind auch die Spuren für Sie verschollen, oder?
Bischeltsrieder: Das ist ein Problem, das wir aber mit Hilfe des Gesetzgebers in den Griff
bekommen wollen. Ich meine schon, dass hier etwas passieren muss: Es
muss zumindest für einen bestimmten Zeitrahmen eine gewisse
Protokollierungspflicht bestehen.
Paas: Gibt es die denn im Moment?
Bischeltsrieder: Es gibt sozusagen eine Protokollierungsnotwendigkeit für den Provider,
denn in der Regel will er ja ein Entgeld für seine Dienste und deswegen
muss er natürlich auch diese Verbindungsdaten protokollieren, um dann
aufgrund dieser Daten auch abrechnen zu können. Er braucht sie aber
auch, um meinetwegen einem Werbekunden nachweisen zu können, wie
stark sein Angebot im Netz frequentiert worden ist. Aber es gibt noch eine
andere Einschränkung. Die Datenschützer haben nämlich bis jetzt eine
Maximalzeit für die Aufbewahrung dieser Daten vorgeschrieben. Wir
hingegen gehen eigentlich vom anderen Ende aus: Wir versuchen, eine
Mindestzeit durchzusetzen. Ich glaube, dass hier der Gesetzgeber wirklich
gefordert ist. Hier muss etwas passieren, wenn man nicht zulassen will,
dass im Netz tatsächlich bestimmte Straftaten nicht mehr nachverfolgt
werden können.
Paas: Das ist also ein Appell Ihrerseits, auf juristischem Gebiet etwas zu
verändern. Fühlen Sie sich denn allgemein auch in anderen Bereichen vom
Gesetzgeber ein wenig im Stich gelassen oder vernachlässigt?
Bischeltsrieder: Nein, ich würde nicht sagen, dass wir hier im Stich gelassen werden. Das ist
nun einmal ein neues Medium und insofern ist klar, dass das Ganze ins
Gesetzgebungsverfahren mit aufgenommen werden muss. Es gibt
Argumente dafür, und ich habe ja soeben versucht, ein solches für uns zu
reklamieren. Es gibt aber auch Argumente dagegen: Der Datenschützer
denkt z. B. über bestimmte Dinge anders. Hier muss also der Gesetzgeber
versuchen, ein vernünftiges Prozedere zu finden.
Paas: Richtig, der Datenschutz denkt bei solchen Sachen natürlich immer anders.
Bischeltsrieder: Es gibt auch tatsächlich immer zwei Seiten: Es gibt den unbescholtenen
Bürger, der selbstverständlich ein Recht darauf hat, dass seine Daten beim
Provider nach einer gewissen Zeit wieder gelöscht und nicht für alle
Ewigkeit vorrätig gehalten werden. Das ist ein vollkommen legitimes
Anliegen: Ich sehe das ganz genauso. Unser Anliegen besteht aber
demgegenüber darin, dass wir die Möglichkeit haben, zumindest über einen
bestimmten Zeitrahmen hinweg einen Straftäter verfolgen zu können.
Paas: Es wird ja immer wieder Leute geben, die sagen, dass sie nur zufällig auf
eine solche Seite geraten sind. Und manchmal passiert das ja auch
tatsächlich, weil man etwas Bestimmtes aufruft und dennoch etwas ganz
anderes passiert, als man wollte.
Bischeltsrieder: Ich kann nicht ausschließen, dass so etwas zufällig passiert. Aber ich bin da
vielleicht schon von Berufs wegen eher ein bisschen bösgläubig. So ganz
zufällig kommt man nicht an Kinderpornographie heran. Gut, so etwas kann
passieren, wenn man auf so genannte Koppelangebote stößt. Das ist leider
Gottes gerade im Bereich der Kinderpornographie der Fall, wenn versucht
wird, neue Kunden mit so genannten harmlosen Begriffen zu locken. Oder
wenn z. B. ein Kind in einen sexuellen Chat verwickelt werden soll, dann
versuchen diese Leute, die Kinder auch mit Begriffen wie „Biene Maja“ oder
ähnlichem zu locken. Da kann es sehr wohl passieren, dass man zufällig
auf irgendetwas stößt. Aber wenn ein Erwachsener, der auf seiner
Festplatte einige Hundert Photos mit kinderpornographischem Inhalt
gespeichert hat, sagt, er hätte das nur per Zufall im Internet entdeckt, dann
nehme ich ihm das nicht so ganz ab.
Paas: Wir haben nun sehr viel über Kinderpornographie im Internet gesprochen:
Viel von dem, worüber wir gesprochen haben, gilt natürlich auch für andere
Bereiche, die uns, die Ihnen Sorgen machen. Sie haben einen Bereich
bereits angesprochen, das sind die rechtsextremen Seiten, die da ins Netz
gestellt werden. Welche Dimensionen hat das eigentlich?
Bischeltsrieder: Eine zahlenmäßig Gott sei Dank relativ geringe. Obwohl nun vielleicht der
eine oder andere Nutzer des Internets sagen wird, dass das doch ein
Widerspruch sei, weil er, wenn er ins Netz geht, doch auf solche Seiten
stößt. Es ist leider Gottes richtig, dass vor allem im angelsächsischen
Ausland das Ganze nicht als Straftatbestand angesehen wird. Man hat dort
eine andere Anschauung hinsichtlich des Rechts auf freie
Meinungsäußerung. Dinge, die also bei uns unter Strafe stehen – wie z. B.
Volksverhetzung usw. -, sind im Ausland eben oft nicht strafbar. Gegen
diese Dinge können wir dann auch nichts unternehmen – und die Kollegen
in den USA oder in Kanada auch nicht.
Paas: Kann man eigentlich sagen, wie oft so eine Seite in Deutschland
nachgefragt wird, die meinetwegen in den USA oder in Kanada von
Rechtsradikalen mit entsprechendem Inhalt eingestellt worden ist?
Bischeltsrieder: Das kann man bezogen auf konkrete Seiten dann sagen, wenn z. B. ein
Zähler auf dieser Seite eingebaut ist. Manche werben ja regelrecht damit,
dass man da meinetwegen der 6845. Besucher auf so einer Seite ist. Aber
das muss man dann eben Seite für Seite separat prüfen und anschauen.
Paas: Geben wir hier doch auch mal ein Beispiel für Leute, die das nicht kennen.
Denn es gehen zwar immer mehr Deutsche online, aber das machen eben
doch immer noch nicht alle. Was steht also drin in so einer Seite,
selbstverständlich ohne hier auch nur irgendwie dafür werben zu wollen?
Bischeltsrieder: Das sind eben diejenigen Straftaten, gegen die wir mit Recht besonders
empfindlich sind: Aufstachelung zum Rassenhass, Verherrlichung eines
Angriffskrieges, die so genannte „Auschwitz-Lüge“ usw. All das sind
Sachverhalte, die zum großen Teil im Ausland, und dort eben leider Gottes
mit dem Hintergrund der Straffreiheit, eingestellt werden können, gegen die
nur schwer etwas zu unternehmen ist.
Paas: Es gibt inzwischen ja leider auch rassistische und antijüdische
Computerspiele, die ganz, ganz schlimm sind und über die man immer
wieder in den Zeitungen lesen kann. Sehen Sie auch das in diesem
Zusammenhang?
Bischeltsrieder: Ja, das ist eindeutig derselbe Zusammenhang. Es wird auch von Seiten
dieser Täter versucht, das Internet möglichst in seiner ganzen Bandbreite
zu nutzen. Dazu gehören Chatforen, dazu gehören Newsgroups, dazu
gehören natürlich das Web und die Inhalte im Web, die dort eingestellt
werden. Dazu gehört eben leider auch der Download derartiger Spiele.
Paas: Wir wollen hier natürlich nicht vernachlässigen, dass es neben den
rechtsextremen auch linksextreme Inhalte im Internet gibt. Da gibt es ja
eigentlich auch ganz und gar verrückte Dinge: Man konnte z. B. mal in der
Zeitung lesen, dass es da angeblich auch Anleitungen zum Bombenbasteln
gegeben hat. Ist da etwas dran an solchen Meldungen? Hat es so etwas
tatsächlich gegeben?
Bischeltsrieder: Ja, es hat vor vielen Jahren mal eine Seite gegeben, die nur furchtbar
schwer aus dem Netz zu bringen war, die aber doch in den meisten Staaten
unter Strafe gestellt ist, sodass man letztlich doch auf internationaler Ebene
etwas gegen sie unternehmen konnte. Das waren wirklich ganz konkrete
Anleitungen, wie man z. B. aus Haushaltsmitteln oder bestimmten
Arzneimitteln Sprengstoffe herstellt.
Paas: Das ist ja auch so eine Befürchtung, die viele Politiker haben: Sie haben die
Befürchtung, dass sich daraus, dass sich aus diesen vergleichsweise noch
harmlosen Sachen – obwohl solche Anleitungen an sich ja schon nicht
mehr harmlos sind, meiner Meinung nach – noch viel schlimmere Dinge
entwickeln können. Das Stichwort hierzu lautet „Cyber-Terrorismus“: Damit
verbindet sich die Befürchtung, dass Terroristen ganze Datenleitungen lahm
legen könnten, was wiederum bedeutet, dass man damit z. B. die
Wasserversorgung von großen Städten lahm legt. Da sind durchaus einige
Szenarien vorstellbar, bei denen auf einen Schlag große Teile der
Bevölkerung beeinträchtigt werden. Gemeint ist damit also so eine Art von
Terrorismus via Internet.
Bischeltsrieder: Das kann man auf jeden Fall nicht ausschließen. Ich meine aber, dass hier
z. T. Szenarien gezeichnet werden, die ich doch für stark überzogen halte.
Man sollte also auch hier die Kirche im Dorf lassen. Aber ich muss ganz
offen zugeben, dass hier der 11. 9. 2001 auch meine Anschauung etwas
verändert hat. Denn auch den 11. 9., also diese Form eines Anschlages,
hätte ich davor nicht für möglich gehalten. Insofern möchte ich also auch für
das Internet grundsätzlich nichts ausschließen. Das Internet bietet in der Tat
sehr viele Möglichkeiten. Es bietet leider auch Möglichkeiten für
terroristische Aktivitäten. Aber das ist ja auch genau der zentrale Grund
dafür, warum wir schon vor Jahren gesagt haben, dass die Polizei im Netz
präsent sein muss: Wir müssen einfach aufpassen, dass im Netz solche
Dinge zumindest nicht völlig ohne polizeiliche Kontrolle geschehen können.
Wir wollen also wirklich versuchen, so früh wie möglich einzugreifen.
Vielleicht darf ich hier auch einmal einen kleinen Erfolg anführen: Diese
Aufrufe z. B. zu Gewalttaten oder zum Bombenbasteln hat man vor einem
Jahr noch vollkommen problemlos im Netz finden können. Heute findet man
solche Dinge immer noch, aber eben nicht mehr problemlos.
Paas: Trotzdem warnen Sie aber davor, solche Dinge zu sehr zu dramatisieren.
Bischeltsrieder: Ja, ganz eindeutig. Es hilft uns nichts, wenn wir mit Horrorszenarien an das
Internet herangehen. Das Internet ist nämlich kein Weltreich des Bösen,
das wäre eine völlig falsche Anschauung. Das Internet ist ein Medium, das
weit überwiegend von ganz normalen Bürgern und Firmen genutzt wird: für
Zwecke, die völlig in Ordnung sind. Denken Sie nur mal an die
Möglichkeiten im schulischen Bereich, im Bildungsbereich. Denken Sie an
die Möglichkeiten, die so ein Medium wie das Fernsehen in der Kooperation
mit dem Internat hat. Auch wir haben z. B. die Möglichkeit, über das Internet
bestimmte Dinge besser verbreiten zu können. Wir fanden nämlich
mittlerweile auch mit Hilfe des Internet und nicht nur im Internet: Wir stellen
z. B. unsere Fahndungsseiten im Internet ein usw. Das alles sind
Möglichkeiten, die das Internet bzw. die Datennetze insgesamt bieten.
Paas: Auch Alpha-Forum und seine Gespräche gibt es im Internet: für all
diejenigen, die so ein Gespräch wie dasjenige, das wir im Moment führen,
noch einmal komplett nachlesen wollen. Aber es ist natürlich auch klar, dass
in den Zeitungen bei den Schlagzeilen bezüglich des Internets so gut wie
immer nur ganz andere, schlimme Dinge vorkommen. Da geht es z. B. um
ganz bestimmte Computerspiele wie „Counterstrike“ usw. Es gibt ja auch so
schreckliche Spiele wie „Ego-Shooter“: Das sind alles derart schreckliche
Spiele, dass man sich als normaler Mensch denkt, dass das alles eigentlich
gar nicht wahr sein kann, weil in solchen Spielen wirklich einer nach dem
anderen abgeknallt wird, die Köpfe von Rümpfen regelrecht abgesprengt
werden usw. Das sind wohl auch Dinge, die Sie sehr beschäftigen.
Bischeltsrieder: Ja, natürlich ist das etwas, das uns beschäftigt. Denn das gehört ja auch
zum kompletten Spektrum dessen, was polizeirelevant ist. Dies ist nämlich
immer dann der Fall, wenn ein Straftatbestand verwirklicht ist. Wir haben
allerdings, wie man dazusagen muss, eine Vorprüfung: Das ist die
„Bundeszentrale für die Prüfung jugendgefährdender Schriften“, denn diese
Spiele werden hier unter den Begriff „Schriften“ subsumiert. Diese
Bundeszentrale setzt daher bei gegebenem Anlass bestimmte Spiele auf
den Index. Das heißt, diese Spiele dürfen dann nicht mehr an Menschen
unter 18 Jahren vertrieben werden und sie dürfen nicht beworben werden.
Für diese Spiele darf also in der Öffentlichkeit keine Werbung gemacht
werden. Bei „Counterstrike“ wäre das allerdings gar nicht mehr zu
verhindern gewesen: Denn nach den Geschehnissen in Erfurt war ja von
keinem anderen Spiel mehr die Rede. Insofern hätte hier eine Indizierung
auch nicht sehr viel geholfen. Aber ich muss hier doch auch Folgendes
dazusagen. Ich kenne ja eine Reihe dieser „Ego-Shooter“, weil uns diese
Spiele ja z. T. auch bei der Polizei beschäftigen. Deshalb kann ich sagen,
dass „Counterstrike“ von den Spielen, die tatsächlich im Netz zu finden sind,
nicht das Schlimmste ist.
Paas: Ich will selbstverständlich auch noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass
ich hier das Internet nicht madig machen möchte. Ich benutze es ja gerade
als Journalist und auch als Privatmensch täglich, um damit zu arbeiten oder
um mir schon auch mal eine Reise via Internet zu buchen. Aber wir müssen
hier auch noch dringend auf ein anderes Thema zu sprechen kommen, auf
das Thema „Wirtschaftskriminalität, Betrug am Computer“: Da gibt es
nämlich auch solche Dinge wie Kreditkartenbetrüger; Abzocker bei Online-
Auktionen, die bezahlte Ware nicht liefern; Hacker, die Zugangsdaten zu
Webdiensten klauen und damit illegal auf Kosten anderer Leute auf Touren
gehen; Beutelschneider, die Schindluder mit kostspieligen 0190er-
Nummern betreiben; bleiben wir doch mal bei dieser 0190er-Nummer: Ist
das auch eines Ihrer Aufgabenfelder?
Bischeltsrieder: Ja, selbstverständlich, das ist eine Spielart, die gerade in jüngster Zeit etwas
in Mode gekommen ist. Gemeint ist damit der so genannte Download eines
kleinen, unauffälligen Programms, das den eigenen Internetzugang plötzlich
über eine kostenpflichtige 0190er-Nummer schaltet.
Paas: Da wird die Sache dann richtig teuer.
Bischeltsrieder: Ja, wenn man dann seine Abrechnung bekommt, dann kann es sein, dass
man sich sehr, sehr wundert.
Paas: So etwas kostet ja u. U. drei Euro pro Minute.
Bischeltsrieder: Das kann z. T. sogar noch sehr viel teurer werden. Wir hatten nämlich auch
schon Vorgänge, bei denen bereits für jede Einwahl über 100 Euro verlangt
wurden. Wenn man sich da pro Monat ein paar Mal ins Internet einwählt,
dann kann man sich vorstellen, wie hoch dann die Rechnung wird.
Paas: Das Schlimme ist ja, dass man das zunächst einmal gar nicht merkt.
Bischeltsrieder: So ganz pauschal kann man das nicht sagen: Es gibt nämlich auch
Programme, die man mehr oder weniger aktiv auf den eignen Rechner
laden muss. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn man bestimmte
Formen der Shareware oder Freeware beziehen will, vor allem aus
unseriösen Quellen. Ich will das an dieser Stelle überhaupt mal als kleinen
Exkurs einflechten: Man muss im Internet die gleiche Vorsicht walten lassen
wie im üblichen Leben auch. Wenn jemand an der Haustüre klingelt und
sagt, er wolle einem 1000 Mark schenken, dann glaubt man so jemandem
eben auch nicht. Ganz ähnlich muss man auch im Internet verfahren. Es
gibt nirgendwo etwas ganz umsonst. Oder sagen wir mal so: Es gibt nicht
sehr vieles, das ganz umsonst ist.
Paas: Wie kann man sich also schützen? Das ist doch ein ganz wichtiger
Gesichtspunkt?
Bischeltsrieder: Im Hinblick auf die 0190er-Nummern gibt es eine ganze Reihe von
Warnprogrammen, die man ebenfalls frei aus dem Internet beziehen kann
und die einem zumindest mitteilen, dass man nun eine 0190er-Nummer
geschaltet hat. Auf diese Weise hat man zumindest die Möglichkeit, dann
darauf reagieren zu können.
Paas: Man kann ja auch von der Telekom seinen Anschluss für 0190er-Nummern
sperren lassen.
Bischeltsrieder: Das kann man machen. Aber wenn man eines Tages doch mal so eine
Nummer anwählen möchte, dann ist man natürlich gehandicapt. Ich würde
also eher empfehlen, so ein Warnprogramm vorzuschalten. Aber ich
möchte darüber hinaus auch den allgemeinen Rat geben, einfach vorsichtig
zu sein. Ein kleiner Schuss Misstrauen bei der Bedienung des Internet
schadet nie. Denn diese Sache mit den 0190er-Nummern ist ja auch nur
eine momentane Angelegenheit. Wir wissen nämlich nicht, was „unseren“
Tätern nächste Woche oder nächsten Monat alles einfällt.
Paas: Was macht man denn, wenn ein Hacker versucht, einem die eigenen Daten
zu klauen? Als Privatperson mag man da vielleicht nicht so gefährdet sein,
aber wenn einem z. B. eine Firma gehört, dann kann es ja durchaus sein,
dass man Opfer einer solchen Straftat wird.
Bischeltsrieder: Selbstverständlich kann das sein. Man muss in so einem Fall ganz einfach
die Polizei verständigen. Das ist der Straftatbestand der Datenspionage.
Man sollte also so schnell wie nur möglich die Polizei einschalten und die
ganze Angelegenheit so gut wie möglich dokumentieren oder sichern. Man
sollte also mindestens mitnotieren. Wie gesagt, unsere Fachdienststelle für
Wirtschaftskriminalität wird dann versuchen, den Sachverhalt aufzudecken.
Paas: Hat denn schon mal jemand versucht, sich in Ihre Dienststelle
hineinzuhacken?
Bischeltsrieder: Fortlaufend, das passiert leider Gottes fortlaufend. Wir sind als
Fahndungsdienststelle eben in einem Bereich des Internets tätig, der mit
Straftätern zu tun hat. Diese Straftäter versuchen selbstverständlich auch
permanent, bei uns einiges anzustellen.
Paas: Aber Ihre Festplatten sind noch nicht zerstört worden, alle Ihre Daten sind
noch vorhanden bis jetzt?
Bischeltsrieder: Nun, Festplattenzerstörung hatten wir allerdings auch schon. Die Daten
bleiben natürlich vorhanden: Da wir wissen, dass wir uns in einem
gefährlichen Bereich bewegen, haben wir auch entsprechende
Sicherungsmaßnahmen installiert. Aber uns ist schon auch mal ein
Prozessor von außen hochgetaktet worden und uns ist auch mal von außen
eine Festplatte zerschossen worden. Mit dem Fachbegriff „zerschießen“ ist
natürlich virtuelles Zerschießen gemeint. Wir haben also durchaus auch
selbst mit dem Problem der Datensabotage oder der Computersabotage zu
tun. Aber das muss man als Fahndungsdienststelle eben hinnehmen
können.
Paas: Benutzen Sie eigentlich privat auch einen Computer? Haben Sie einen
Computer zu Hause?
Bischeltsrieder: Ja, ich habe zu Hause einen Computer stehen.
Paas: Und was machen Sie damit?
Bischeltsrieder: Ich mache ganz unterschiedliche Sachen damit. Ich kann mich mit Hilfe des
Computers z. B. sehr gut auf bestimmte Dinge vorbereiten. Wenn ich
meinetwegen ein Referat oder Ähnliches ausarbeiten möchte, dann ist das
Internet eben eine Informationsquelle aller ersten Ranges. Ich mache mit
gebotener Vorsicht – weil ich vom Fach bin, vielleicht vorsichtiger als andere
Leute – auch Bankgeschäfte über den PC. Und ich spiele schon auch mal
das eine oder andere Strategiespiel.
Paas: Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, wir haben heute einen Blick auf
die finsteren und bösartigen Seiten des Internets und der Datennetze
geworfen. Das ist kein wirklich schönes Thema, aber ein sehr wichtiges.
Das war Alpha-Forum, heute mit Albert Bischeltsrieder, dem Leiter des
Dezernats Fahndung beim Bayerischen Landeskriminalamt. Vielen Dank
fürs Zuschauen.
© Bayerischer Rundfunk
außerdem bin ich heute wiedermal bei „du depp“ von haindling, dem film „liquid sky“ von 1982 in dem es um tödliche orgasmen geht gelandet und auch poly sterene von den xrayspex hat mir heute in einem video von 1977 aus london wiedermal den song identity vorgesungen nachdem ich ihr zuerst auf vinyl auf meinem BSR P144R mit sure-system zugehört habe.
ursula von der leyen in interviews
auch das gespräch mit der microsoft-mitarbeiterin
und mein hinweis auf w3 validator microsoft quelltext haben gute resultate gebracht
heise artikel prophylaktisches modell jugendmedienschutz
in den 80ern hat schon der kinderpsychologe kellerman das sich heutzutage immernoch abspielende mörderische szenario beschrieben
when the bough breaks
eine der ältesten jugendschutzeinrichtungen
im internet:
cyberpatrol
hier finden sich debatten zur operation himmel:
operation himmel
icra microsoft
icra jesus
icra kath
was natürlich in diesem kontext auch noch ne rolle spielt:
festplattenlöschverfahren
![]()
ein bißchen computergeschichte:
rechtliche vorraussetzungen für eine durchsuchung im jahr 2003
und so war es 2008 (text veraltet und (c) LKA)
zitat anfang „
Algorithmische Unterstützung der Netzwerkfahndung
Dr. Jörg Haber
Strategisches Informationszentrum,
Landeskriminalamt Bayern
Das Landeskriminalamt Bayern betreibt im Sachgebiet 524 des Dezernats 52
(Fahndung) eine systematische Netzwerkfahndung. Dabei werden sowohl
Hinweise bearbeitet als auch Ermittlungen selbst initiiert. Im Zusammenhang mit
der Netzwerkfahndung ergeben sich regelmäßig zwei typische
Aufgabenstellungen: die Überprüfung von teilweise umfangreichen Linklisten und
die Recherche in P2P-Netzen. P2P-Netze sind Tauschbörsen, in denen Daten und
Inhalte verbreitet werden.
In den Link-Listen werden URLs (Uniform Resource Locator, wird ugs. auch
unpräzise als Internetadresse bezeichnet) zusammengestellt. Sie stammen zum
Teil aus der Bevölkerung, die auf möglicherweise strafbare Inhalte hingewiesen
hat, oder aus Browsercaches von beschlagnahmten Computern. Alle URLs
müssen auf strafrechtlich relevante Inhalte hin überprüft werden. Das
Hauptaugenmerk liegt dabei auf kinderpornografischen Bildern und Videos. In
den Fällen, in denen solche Inhalte festgestellt werden, können geeignete
strafprozessuale Maßnahmen in die Wege geleitet werden.
Algorithmische Unterstützung der Netzwerkfahndung Seite 1 von x
Das Konzept der Netzwerkfahndung sieht vor, dass die Webseiten-Inhalte
heruntergeladen und gespeichert werden. Anschließend werden die Inhalte mit
einer Datenbank abgeglichen, neue Bilder oder Videos werden bewertet und
Anschreiben an die Staatsanwaltschaft oder das Bundeskriminalamt erstellt.
Schließlich wird die Datenbank aktualisiert.
Das Konzept der Netzwerkfahndung sieht vor, dass die Webseiten-Inhalte
heruntergeladen und gespeichert werden. Anschließend werden die Inhalte mit
einer Datenbank abgeglichen, neue Bilder oder Videos werden bewertet und
Anschreiben an die Staatsanwaltschaft oder das Bundeskriminalamt erstellt.
Schließlich wird die Datenbank aktualisiert.
Die heruntergeladenen Dateien werden anschließend bzgl. Ihres MD5-Hashwertes
und ihrer Dateigröße mit der Datenbank abgeglichen. Nicht in der Datenbank
enthaltene Bilder durchlaufen eine interaktive Bewertung. Sie werden einem
Sachbearbeiter angezeigt, der sie mittels Tastendruck bewertet. Diese Bewertung
dient sowohl für die Strafverfolgung als auch für die Aufnahme in die Datenbank.
Für jede Domain, die einen Treffer verursacht, wird ein Anschreiben an die
Staatsanwaltschaft generiert. Dieser Vorgang basiert auf einem LaTeX-Template,
enthält die Protokolldaten (Domain, IP-Adresse, Port, Datum/Uhrzeit des
Downloads) sowie die whois-Daten und wird mit eingebundenen Bildern
versehen. Aus dem LaTex-Dokument wird automatisch eine pdf-Datei erzeugt
und gedruckt. Abschließend werden alle interaktiv bewerteten Bilder und Videos
in die Datenbank aufgenommen. Somit muss jede Datei nur einmal bewertet
werden
Erfahrungen aus der Praxis zeigen folgende Durchschnittswerte für die
Verarbeitung einer Link-Liste mit etwa 35.000 URLs: In einem Zeitraum von
rund zwei Wochen wurden sequenziell circa sechs Gigabyte Daten
heruntergeladen. Darunter befanden sich 63.590 Bilder und vier Videos. Die
interaktive Bewertung nahm etwa drei Wochen in Anspruch. Insgesamt wurden
dabei 30 Domains mit kinderpornografischem Inhalt und 86 Domains mit
pornografischem und/oder gewaltverherrlichendem Inhalt identifiziert.
Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Netzwerkfahndung ist die Rechercher in P2PNetzwerken.
Solche Netzwerke dienen als Tauschbörsen für unterschiedliche
Dateien, vor allem für Musik, Filme und Raubkopien. Jeder Nutzer, der eine Datei
aus dem P2P-Netz herunterlädt, verbreitet diese Datei automatisch während des
Das Austrian Crime Information System – praktische Erfahrungen Seite
2 von x
Herunterladens. Für Ermittlungen aus Eigeninitiative heraus ist vor allem die
Verbreitung von Dateien mit kinderpornografischem Inhalt und mit deutscher
Beteiligung relevant. Hierzu wird ein modifizierter aMule-Client verwendet; bei
dem die Daten angefordert aber nicht wieder verbreitet werden. Daten werden
darüber hinaus nur von IP-Adressen aus Deutschland angenommen. Alle
eingehenden Datenpakete werden bezüglich Datum und Zeit, IP-Adresse, Port,
Paketnummer und Dateiname protokolliert. Nachdem eine (oder mehrere)
Suchanfrage(n) über ED2K link gestellt wurde(n), kann der modifizierte aMule-
Client über Nacht laufen und Daten empfangen. Das Protokoll wird automatisch
ausgewertet. Für jede beteiligte IP-Adresse werden automatisch jeweils ein
Anschreiben an die Staatsanwaltschaft und eines an den Provider generiert.
Herunterladens. Für Ermittlungen aus Eigeninitiative heraus ist vor allem die
Verbreitung von Dateien mit kinderpornografischem Inhalt und mit deutscher
Beteiligung relevant. Hierzu wird ein modifizierter aMule-Client verwendet; bei
dem die Daten angefordert aber nicht wieder verbreitet werden. Daten werden
darüber hinaus nur von IP-Adressen aus Deutschland angenommen. Alle
eingehenden Datenpakete werden bezüglich Datum und Zeit, IP-Adresse, Port,
Paketnummer und Dateiname protokolliert. Nachdem eine (oder mehrere)
Suchanfrage(n) über ED2K link gestellt wurde(n), kann der modifizierte aMule-
Client über Nacht laufen und Daten empfangen. Das Protokoll wird automatisch
ausgewertet. Für jede beteiligte IP-Adresse werden automatisch jeweils ein
Anschreiben an die Staatsanwaltschaft und eines an den Provider generiert.
IT-Verfahren „Nicht-Numerische Sachfahndung“ –
eine innovative Lösung für ein altes Problem
(kontaktdaten entfernt weil sonst jemand denken könnte das wären meine kontaktdaten)
„
zitat ende
sollte es probleme mit diesem zitieren geben bitte mail oder komment an mich daß ich das zitat wieder rausnehmen soll siehe titel dieses blogartikels
was taugen kindersicherungen für computer prüfstand bei heise:
was taugen kindersicherungen für kinder am computer
was auch noch mit rein kommt: meine seltsamen „anfälle“ und mein manchmal
regredieren bis zur unkenntlichkeit und mein ab und zu mutieren zu einem „neuperlacher monster“
was auch immer das sein soll……
und was hier ebenso eine rolle spielt (wenn schon denn schon der artikel soll schon umfassend sein
und aus vielen perspektiven betrachten…..)
TOTENKOPF TOTENKOPF WARNUNG WARNSCHILD
%%%%%UND ACHTUNG! NICHT WEITERLESEN WENN SIE UNTER 40 JAHRE ALT SIND !!!!!!!%%%%%
ENTWURF/brainstorming/stoffsammlung
für ein system das auf sprachlicher basis
sämtliche noch offenen sicherheitslücken im internet dichtmacht
projekt für FOSI/ICRA.org
passend zu „when the bough breaks“ von kellerman und „operation himmel“ vom LKA
bei den medientagen in münchen kam wieder das argument daß aufgrund eines aufwändigen rechtswegs, aufgrund von unterschiedlichen kulturellen werten in verschiedenen staaten und
einer nicht existierenden verbindlichen rechtsnorm es nicht möglich sei, zu verhindern
daß die filmische oder fotografische darstellung von sexueller gewalt, Mißbrauch, Unterdrückung durch diverse sonstwo aufgehängte provider möglich sei.
Das ist sachlich falsch!
der jugendmedienschutzgesetz-staatsvertrag ist eine solche international verbindliche rechtsnorm!
wie kann Gewalt gleichzeitig mit der göttlichen allgegenwart, allmacht, allgüte, allwissenheit existieren?
Wie kann filmische oder fotografische darstellung von sexueller gewalt, Mißbrauch, Unterdrückung dann überhaupt erst entstehen?
zensur oder selbstzensur
wie können wir kontrollieren daß sich bestimmte leute bestimmte seiten nicht anschauen
können
und
daß bestimmte unterdrücker, ausbeuter, vergewaltiger
sich nicht mehr verstecken können
SEMANTIC WEB
________________________________________________________________________________________
wenn ich mit „dem da unten“ (in der hose oder im internet) beschäftige lande ich leider
vollautomatisch in der kriminologie
optimieren des .rdf (resource description frameworks):
verbessern der filtertechnologien die das netz sicherer machen
und kinder und jugendliche vor pornographisierung schützen
sexismus wird kontrollierbar durch sprachlichen kontext
spRACHE
DER VERSUCH DAS SEMANTISCHE NETZ ZU OPTIMIEREN und kontexte zu bilden
UM DAS BESTE FÜR ALLE ZU ERREICHEN
SPRACHE ERMÖGLICHT KONTROLLE auch des NONVERBALEN, aber oft
reduziert die sprache die realität auf wörter und sätze,
natürlich in einem bestimmten tonfall, klangfärbung ,
aber verzerrt sie dennoch, allein durch das versprachlichen.
„der fehler in der matratze“reloaded
die wikipedia seite ist laut w3c validator korrekt programmiert!
das icra-system stützt sich auf den w3c-validator und wenn der w3c-validator fehler meldet,
ist eine seite auch für das icra filtersystem nicht akzeptabel.
grübel…. die seiten vieler großer firmen weisen über hundert xhtml- und html-fehler auf, sagt der w3c validator.
ich sitze in der computerfachbibliothek der universität und
ich weiß: hier finde ich die antworten!
wieso reguliert sich das alles nicht von selbst?
IST DIE SPRACHE SELBST NICHT MÄCHTIG GENUG?
….mächtig genug die unSCHULDigen vor verGEWALTigung auch durch spRACHE
zu schützen?????
die suchbegriffe sind das entscheidende in der netzwerkfahndung
WELCHE BEGRIFFE WÜRDEN SIE AUS DIESER LISTE NOCH RAUSSTREICHEN?
dann werden die filtersysteme aber nicht mehr auf diese begriffe anspringen!
mir geht einiges zu weit ich lasse es aber noch drin eben weil (siehe oben, darum geht es hier ja im moment).
die mehrdeutigkeit vieler begriffe macht das ganze so schwierig
da ein harmloser begriff in einem sexualisierten hirn anders verstanden wird.
(liste hier nicht veröffentlicht)
ach ja, noch was:
roger behrens
greift in einer sendung beim BR das thema pornographie in einem interview mit gerhard zwerenz historisch als entwicklung aus der philosophie der 60er jahre auf.
direktlink zu auszug aus dieser sendung
und:
wie finde ich raus wie es den schauspielern aus dem lederhosenfilm von 1974 „2069 a sex odyessy“ heute geht?
wie waren die bedingungen am set? oft wurden die schauspieler und komparsen ausgenutzt……
haben die schauspieler und komparsen, kameramenschen und kostümbildner, maskenbildner usw.
bei bleibender popularität dieser filme und damit verbundenen verkaufszahlen
doch noch gute gagen bekommen oder schon damals? die vergangenheit rechnet sich doch noch irgendwie mit
dem heute
……und: interessant daß die seite http://besondere-dienste-hamburg.verdi.de/arbeitsplatz_prostitution
jetzt mit der meldung :“ Oops, ein Fehler ist aufgetreten! Die gewünschte Seite konnte nicht geliefert werden. Das kann mehrere Ursachen haben:
* eine Seite zu der von Ihnen eingegebenen Adresse existiert nicht
* es ist ein technischer Fehler beim Abrufen der Seite aufgetreten“
nicht mehr erreichbar ist.
verschwörungstheorie : kaum redet man in altenerding mal etwas lauter über etwas tabuisiertes,
über die freude darüber daß sexarbeiterinnen gewerkschaftlich organisiert sind ….(?)
na ja , abteilung frauengruppen bei verdi hamburg ist noch erreichbar !?! hier jedenfalls sind noch spuren dieser fachkonferenz in berlin:
bdwi
linksnet
hamburglinks blog
Sexarbeit – ein Beruf mit Interessenvertretung?
Working in the sex industry – Jobs with representation of interests?European trade unions in debate with sexworkers
Donnerstag, 7. 12. 2006
15 Uhr Treffen bei Kaffee und Kuchen im Foyer
16 Uhr Begrüßung und Einführung: Dr. Heide Pfarr, Hans Böckler Stiftung, Düsseldorf
• Arbeitsrechte für Sexarbeiterinnen (Dorothea Müller, ver.di Bundesvorstand, Berlin)
• Gemeinsame Interessen von Gewerkschaften und Sexarbeiterinnen – Erste Stimmungsbilder
(Kerstin Howald, EFFAT, Brüssel)
• Die Bewegung der SexarbeiterInnen in Europa
(Katharina Cetin, Hydra e.V.,Berlin, Karolina Leppert, BSD e.V.)
• Arbeiterbewegung und Prostitution (Prof. Dr. Karl Hermann Tjaden, BdWi)
• Frauenbewegung und Sexarbeit in Deutschland (Claudia Menne, DGB-Frauen)
18 Uhr Überblick über die Situation in den Teilnehmer-Ländern an der Fachkonferenz
(Emilija Mitrovi´c, BdWi)
19 Uhr Legalisierung der Sexarbeit und Bekämpfung des Frauenhandels
(Heike Rudat, frauenpolitische Sprecherin des BDK)
20 Uhr Empfang bei Hydra e.V. , Köpenicker Str. 187-188
mit Kultur, Bufett und Infos über die Arbeit der Beratungsstelle
Freitag, 8. 12. 2006
9.30 Uhr Berichte zur Situation in den
teilnehmenden Ländern aus Sicht
• der SexarbeiterInnen
• der GewerkschafterInnen
Diskussion der Forderungen in Arbeitsgruppen
12.30 Uhr Empfang im Deutschen Bundestag bei Irmingard Schewe-Gerigk (angefragt),
frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der GRÜNEN
14.30 Uhr Der europäische Diskurs in ETUC (Catelene Passchier, Exekutivkomitee des ETUC, Brüssel)
15.00 Uhr Berichte aus den Arbeitsgruppen und Diskussion im Plenum
17.30 Uhr Empfehlungen für die weitere Arbeit
Veranstalterinnen:
Hans Böckler Stiftung
in Zusammenarbeit
mit ver.di FB 13 und ver.di Frauen
in Kooperation mit
• Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler (BdWi)
• Bundesverband sexuelle Dienstleistungen e.V.
(BSD)
• Comisiones Obreras Spanien / Catalunya (CCOO)
• Deutscher Gewerkschaftsbund Frauen (DGB)
• Europäischer Gewerkschaftsbund (ETUC / EGB)
• European Federation of Food, Agriculture,
Tourism Trade Unions (EFFAT)
• European private services union (EPSU/ EGÖD)
• Hydra e.V. Berlin, Deutschland
• International Committee on the Rights of Sex
Workers in Europe (ICRSE)
• International Sexworker Union (IUSW) in der
GMB, Großbritannien
• La Strada, Polen
• Landsorganisasjonen, Norwegen (angefragt)
• Mitternachtsmission Dortmund, Deutschland
• ProKoRe (Prostitution Kollektiv Refl ektion)
Basel-Bern-Zürich, Schweiz
• Rode Draad, FNV, Holland
• Sophie, Volkshilfe Wien, Österreich
gestern nacht (29.8.2009) stolperte ich geschockt über eine SZ-schlagzeile
über verschwundene jugend: pornos mit 12, schwanger mit 14.
irgendwo hier
statistiken……pro orgasmus ein verkehrstoter durch autounfall ????
der heilige geist, der die jungfrau maria, die mutter gottes, im alter von 13 oder 15 jahren geschwängert hat,
wobei immanuel jeschuah jesus christus gezeugt wurde,
darf NICHT als kinderschänder bezeichnet werden !!!!
und wie alt war mohammeds freundin aisha ?
hier gelten andere zahlenverhältnisse und die relationen der damaligen zeit,
diese zahlen sind nicht 1:1 auf heute übertragbar.
hydra -treffpunkt und beratung für prostituierte
* zwei Projekte gegen Genitalverstümmelung:
* Bangr-Nooma, Burkina Faso, Westafrika, Kampagne gegen Genitalverstümmlung
* AIM, Sierra Leone, Westafrika
* drei Projekte zu Frauenrechten in islamischen Gesellschaften
* Laqiya Women’s Association, Negevwüste, Israel
Mit der Laqiya Women’s Association unterstützt TERRE DES FEMMES ein Projekt, das in der Konfliktregion Naher Osten liegt. Mit der Förderung wird das Augenmerk auf die Probleme von Frauen nicht-jüdischer Herkunft im Staat Israel gelegt.
* Frauenzentrum Shahrak, Afghanistan
Seit Mai 2004 unterstützt TERRE DES FEMMES ein Projekt der Deutsch-Afghanistan-Initiative (DAI) in Freiburg Im Dorf Shahrak in Westafghanistan wurde ein Frauenzentrum eingerichtet, in dem Frauen an Näh- und Alphabetisierungskursen teilnehmen können. So erhalten sie die Möglichkeit ihren Lebensunterhalt mit qualifizierter Arbeit zu sichern.
* Algier, Algerien, Frauenhaus „SOS – Femmes en détresse“
Das Projekt „SOS – Femmes en détresse (Frauen in Not)“ in Algier ist oft die einzige Hoffnung für Frauen (mit ihren Kindern) in Not. Das wahrscheinlich bisher einzige Projekt dieser Art in Algerien nimmt Frauen in konkreten Notsituationen auf und bietet soziale und juristische Unterstützung sowie medizinische und psychologische Betreuung.
* ein Projekt zum Thema Gewaltprävention und Antidiskrminierung von Frauen
* Dhenkanal im Bundesstaat Orissa, Indien,
Indira Social Welfare Organisation, ISWO wurde 1989 von jungen unverheirateten Frauen gegründet und arbeitete zunächst mit den Frauen des Slums von Dhenkanal. Nun sollen in zehn weiteren Dörfern Gruppen gegründet werden, um Frauen Gelegenheit zu geben, über Gewalt, Gesundheitsfragen und Diskriminierung zu sprechen und sich über ihre Rechte zu informieren.
*
ein Projekt zur Prävention gegen Frauenhandel
*
Malinowka, Minsk, Weissrussland,
Das Projekt arbeitet in Minsk im Bezirk Malinowka. Viele junge Frauen hoffen, ihre Lage durch eine Auslandstätigkeit zu verbessern. Um zu verhindern, dass sie auf dubiose Angebote von Menschenhändlern hereinfallen, leistet das Projekt Aufklärungsarbeit, gibt Tipps für die Suche nach seriösen Arbeitsmöglichkeiten und informiert über Vorschriften für Migrantinnen im Ausland. Zudem werden Hilfen für Opfer von Frauenhandel, die zurückkehren, angeboten.
wirtschaftskrise und berliner sexarbeit (hier tituliert als „rotlichtmilieu“






























hello,
thanks for the great quality of your blog, each time i come here, i’m amazed.
black hattitude.